BBH: "Wir müssen uns neu erfinden"

Die Zahlen lügen nicht, die Marktbedingungen sind beispiellos schwierig. Die Auswirkungen der Krise hat auch Konsequenzen auf das Budget des Blumenbüros Holland.

"Wir brauchen mehr Blumen" fällt den Sparzwängen zum Opfer. Bild: BBH.

Der Umsatz von Royal FloraHolland ist in den letzten Wochen stark zurückgegangen. Es wird erwartet, dass dieser Umsatz auch für den Rest des Jahres negativ beeinflusst wird. Infolgedessen wird das verfügbare Förderungsbudget für das Blumenbüro Holland halbiert. In den letzten Jahren hatte man rund 16 Mio. Euro für die Förderung von Blumen und Pflanzen zur Verfügung. In diesem Jahr wird das Budget etwa 8 Mio. Euro betragen, von denen ein Teil bereits für bereits eingegangene Verpflichtungen ausgegeben wurde. Man werde daher zwangsläufig mehrere Aktivitäten absagen müssen. "Wir werden uns für den Rest dieses Jahres neu erfinden müssen. Nächstes Jahr wollen wir wieder hart arbeiten. Wenn wir als Sektor aufsteigen wollen, können wir das nicht ohne Marketing tun", sagt Dennis van der Lubbe, Geschäftsführer des Blumenbüros Holland.

Auswirkungen auf geplante Werbeaktivitäten

Aufgrund des Budgetverlustes wird eine Reihe von geplanten Kampagnen abgesagt. So wie die erfolgreiche Blumenkampagne "Wir brauchen mehr Blumen", für die in diesem Sommer erheblicher Mediendruck geplant war. Dieses Budget steht nicht mehr zur Verfügung.

Bestandsaufnahme der Bedürfnisse des Sektors

Trotz der begrenzten finanziellen Mittel setzt man beim BBH die Bemühungen fort, die Verbraucher auch in diesen Zeiten zum Kauf von Blumen und Pflanzen zu bewegen. "Wir sind mit unseren Unterstützern im Gespräch darüber, was benötigt wird. Wir werden flexibel sein müssen. Wir denken darüber nach, wie wir die Erzeuger und den Handel am besten unterstützen können. Das haben wir immer getan, aber jetzt ist es wichtiger denn je".

Aktivitäten

Seit Beginn der Krise hat sich BBH an verschiedenen Initiativen beteiligt. Mit der Ende März gestarteten Kampagne "Let Hope Bloom" rückte man Blumen auf positive und angemessene Weise in die Aufmerksamkeit der Verbraucher in allen Kernländern. Inzwischen wurden auch Richtlinien für die Kommunikation der Industrie über Blumen und Pflanzen in dieser Corona-Saison ausgearbeitet. "Wir verfügen über eine Vielzahl von Verbraucherinformationen, die wir gerne mit unseren Unterstützern teilen möchten".

"Wir tun, was wir können"

"Wir wissen, dass wir für den Rest des Jahres ein minimales Budget haben. Damit werden wir tun, was möglich ist, um für die Befürworter da zu sein und uns weiterhin darauf zu konzentrieren, dass Blumen und Pflanzen bei den Verbrauchern im Mittelpunkt des Interesses stehen. Auch auf lange Sicht, im Jahr 2021, wird die Welt anders aussehen. Wir werden tun, was wir können, um sicherzustellen, dass die Verbraucher weiterhin Blumen und Pflanzen kaufen. Wir müssen jetzt mit dem verbleibenden Budget flexibel sein, aber wir können die Kette sicherlich noch unterstützen", so van der Lubbe abschließend.

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