BayWa: Darf Turners & Growers übernehmen

Die neuseeländische Regulierungsbehörde Overseas Investment Office (OIO), die sich mit ausländischen Investitionen befasst, hat gestern der Übernahme der Turners & Growers Ltd (T&G) durch die BayWa AG zugestimmt. Mit der Erteilung der behördlichen Zustimmung ist das öffentliche Übernahmeangebot wirksam, das die BayWa AG den Aktionären von T&G im November 2011 unterbreitet hatte.

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Die neuseeländische Regulierungsbehörde Overseas Investment Office (OIO), die sich mit ausländischen Investitionen befasst, hat gestern der Übernahme der Turners & Growers Ltd (T&G) durch die BayWa AG zugestimmt. Mit der Erteilung der behördlichen Zustimmung ist das öffentliche Übernahmeangebot wirksam, das die BayWa AG den Aktionären von T&G im November 2011 unterbreitet hatte. Zuvor hatte bereits das deutsche Bundeskartellamt seine Zustimmung erteilt. Die Gegenleistung für die bis jetzt insgesamt eingereicht 72,5% der Aktien der T&G liegt bei rund 157 Mio. NZ$. Die Angebotsfrist an die Aktionäre läuft zwar noch bis zum 7. März 2012, aber der Transaktion steht nach der OIO-Genehmigung nun nichts mehr im Wege. Für die BayWa ist die Übernahme ein wegweisender Schritt in Richtung Internationalisierung. Zukünftig wird der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, den Vorsitz des Board of Directors von T&G übernehmen. Weitere Mitglieder des Boards werden BayWa Finanzvorstand, Andreas Helber, BayWa Agrarvorstand, Dr. Josef Krapf, und BayWa Obst Leiter, Dietmar Bahler, sein.

Im November 2011 hatte die BayWa angekündigt, 63% aller T&G-Aktien zu erwerben, die bisher von der Guinness Peat Group plc (London) gehalten werden. Gleichzeitig bot das Münchner Unternehmen allen übrigen Aktionären im Rahmen eines Übernahmeangebots nach neuseeländischem Recht an, die von ihnen gehaltenen T&G-Aktien zu einem Stückpreis von NZ$ 1,85 zu erwerben.

Mit der Übernahme der Mehrheit an T&G wird die BayWa ein bedeutender weltweiter Anbieter von Kernobst. Die BayWa zeigt sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Transaktion. „Die Aktionäre, die jetzt noch an Bord bleiben, erwarten mit dem Einstieg der BayWa eine weitere positive Entwicklung bei T&G und damit auch des Aktienpreises. Dies zeigt ihr Vertrauen in uns als neuen Mehrheitsaktionär“, erläuterte BayWa-Vorstandsvorsitzender Klaus Josef Lutz. Mit den Aktionären wolle die BayWa eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen.

Die BayWa möchte eine enge Zusammenarbeit mit den Obstproduzenten in Neuseeland aufbauen. „Uns ist die Beziehung zu den Erzeugern sehr wichtig, da sie das Rückgrat von T&G sind. Vertrauen und Entwicklungsfähigkeit sind wesentliche Faktoren bei der Errichtung einer globalen Plattform für T&G“, betonte Lutz. Den größten Wachstumsmarkt für Frischobst sieht Lutz für T&G in Asien. Durch die Beteiligung an T&G sei die BayWa nun das ganze Jahr über lieferfähig. Daher würden auch die Obstbauern, die in Deutschland mit der BayWa zusammen arbeiten, von der T&G-Übernahme durch die Verbesserung der Vermarktungschancen ihrer Produkte auf einem globalen Markt profitieren.

T&G ist in Neuseeland Marktführer im Vertrieb und im Export von Frischobst. Darüber hinaus hält das Unternehmen die exklusiven Markenrechte für den weltweiten Anbau und die Vermarktung der Apfelsorten Jazz und Envy sowie der Kiwisorten ENZAGreen, ENZAGold und ENZARed. Zudem hat T&G eine 70%-Beteiligung an Delica Limited – dem größten neuseeländischen Exporteur für Frischobst und einzigen Exporteur der ENZA Tafelobstprodukte nach Asien. T&G fungiert als Handelsplattform für Äpfel in Südamerika, USA, Südafrika, Asien und Europa. (baywa)

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