Baumschulmuseum: "Renette oder Prinz? Sortenentstehung und Pomologie"

Am 22. September 2019 findet im Deutschen Baumschulmuseum Obstverkostung mit Meinolf Hammerschmidt.

"Renette oder Prinz? Sortenentstehung und Pomologie". Bild: GABOT.

Anzeige

Mitten in Angeln, Deutschlands nordöstlichstem Zipfel befindet sich das Obstmuseum Pomarium Anglicum. Wie in einer Arche sammelt Meinolf Hammerschmidt hier alte Obstsorten. Angefangen hat alles mit einem Angelner Herrenapfel, von dem es weit und breit nur einen ca. 150 Jahre alten Baum gab. Inzwischen hat er viele junge Bäume dieses sehr wohlschmeckenden duftenden Apfels „unter die Leute gebracht".

Im letzten Jahrhundert sind durch deutsche Sortenbereinigungsgesetze und internationale Normung viele alte Obstsorten verschwunden oder vom Aussterben bedroht. Auch hat sich das Verbraucherverhalten von der artenreichen Selbstversorgung zu den wenigen Supermarktsorten gewandelt. Daher hat der Pomologe Meinolf Hammerschmidt 1987 angefangen alte Obstsorten in seinem Obstmuseum „Pomarium Anglicum“ zu sammeln. Bis jetzt sind über 700 Apfelsorten und 130 Birnensorten in seinen Themengärten zu finden. Hammerschmidt gehörte 1991 zu den Wieder-Mitbegründern des Deutschen Pomologenvereins, dessen Ziel es ist, alte Obstsorten zu bewahren.

Am 22. September 2019 wird er im Baumschulmuseum nicht nur eine Auswahl erlesener Früchte zum Probieren, sondern auch unterhaltsame Geschichten über deren Entstehung präsentieren.

Die Verkostung beginnt um 15 Uhr, das Museum ist bis 18 Uhr geöffnet.
Kosten pro Person 5,- EUR, Kinder frei.

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.