Baden-Württemberg: Auch 2016 weniger Äpfel im Korb

In Baden-Württemberg wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2016 nach dem enttäuschenden Vorjahresergebnis mit einer noch kleineren Apfelernte gerechnet. Dies wird durch die ersten Schätzungen der amtlichen Obsternteberichterstatter von Mitte Juli belegt. Demzufolge wird nach derzeitigem Behang im Marktobstbau eine Erntemenge von 2,63 Mio. Dezitonnen erwartet.

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In Baden-Württemberg wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2016 nach dem enttäuschenden Vorjahresergebnis mit einer noch kleineren Apfelernte gerechnet. Dies wird durch die ersten Schätzungen der amtlichen Obsternteberichterstatter von Mitte Juli belegt. Demzufolge wird nach derzeitigem Behang im Marktobstbau eine Erntemenge von 2,63 Mio. Dezitonnen (Mill. dt; 1 dt = 0,1 Tonnen = 100 Kilogramm) erwartet.

Ein vergleichbares Ergebnis hatte es letztmals 2010 gegeben. Im langjährigen Mittel 2010/2015 waren 2,93 Mill. dt Äpfel aus baden-württembergischer Ernte auf den Markt gelangt. Der diesjährige Ertrag beziffert sich derzeit im Durchschnitt aller Anbaugebiete und Sorten bei einer Anbaufläche von landesweit 10.170 Hektar (ha) auf voraussichtlich 259 dt/ha.

Die Ertragsaussichten der einzelnen Sorten werden unterschiedlich eingeschätzt. Die Erwartungen reichen bei den Hauptsorten von:

- 179 dt/ha bei Topaz bis zu 318 dt/ha bei Jonagored
- 228 dt/ha bei Elstar bis zu 261 dt/ha bei Fuji
- 286 dt/ha bei Braeburn bis zu 287 dt/ha bei Gala
- 290 dt/ha bei Jonagold bis zu 292 dt/ha bei Golden Delicious

Die Jahre 2011 und 2014 stehen mit 203.800 dt bzw. 201.400 dt für die größten Süßkirschenernten der letzten Dekade. Die diesjährige Ernte von 108.600 dt bildet zusammen mit den Ergebnissen von 2012 (106.500 dt) und 2013 (111.500 dt) die Schlusslichter in diesem Zeitraum. Zum Vergleich: im langjährigen Mittel 2010/2015 wurden 153.200 dt Süßkirschen geerntet.

Bei Pflaumen und Zwetschgen, dem mengenmäßig bedeutendsten heimischen Steinobst, lässt der prognostizierte Flächenertrag von knapp 80 dt/ha bei einer Anbaufläche von 1.500 ha ebenfalls nur eine unterdurchschnittliche Erntemenge von 118.400 dt (2010/2015: 180.700 dt) erwarten.

Die Gründe für die schlechten Ernteaussichten sind vielfältig und je nach Standort sehr unterschiedlich. Sie reichen von ungünstigem Blüteverlauf mit viel Regen und damit kaum Insektenflug, Frostschäden insbesondere am Bodensee, gebietsweise Hagel, Alternanz, das ist die natürliche Schwankung des Fruchtertrages im zweijährlichen Rhythmus, bis zur Kirschessigfliege. (statistik-bw) (Ende / agrar-presseportal.de)

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