- Startseite
- AMI: Zwiebeln reisen um die Welt
AMI: Zwiebeln reisen um die Welt
Zwiebeln sind eine der wenigen Gemüsearten, die in großer Menge auch über weite Entfernungen gehandelt werden. Deshalb haben die Angebots- und Nachfrageverhältnisse in entlegenen Teilen der Welt auch Einfluss auf die Preisbildung in Europa und damit auch in Deutschland.
Indien war im vergangenen Jahrzehnt das weltweit wichtigste Zwiebelexportland. Neben dem Nachbarland Bangladesch waren Malaysia und die Vereinigten Arabischen Emirate wichtige Bestimmungsländer. In Malaysia trifft man auf Lieferungen aus den Niederlanden und aus Neuseeland.
Die Niederlande sind weltweit Zwiebelexporteur Nr. 2. Mit 36% sind afrikanische Länder mittlerweile das wichtigste Bestimmungsgebiet. Russland kann sehr große Mengen abnehmen, zuletzt war es jedoch ein eher untergeordnetes Bestimmungsland. Auch Malaysia nimmt sehr stark schwankende Mengen ab. Erst ein paar Jahre alt ist der Export nach Brasilien, die Exportmenge richtet sich hier deutlich nach dem Ausfall der Inlandsernte. In der Saison 2009/10 war der Export nach Brasilien im Herbst einer der Auslöser für den unerwarteten Preisanstieg in Europa. Auch Mittelamerika und die Karibik gehören zu den festen Kunden der Niederländer. In EU-Staaten gehen von Jahr zu Jahr weniger holländische Zwiebeln, mittlerweile sind es nur noch 30% der Exporte.
Die Handelsströme von Zwiebeln werden auf dem von AMI und RLV veranstalteten Zwiebelforum am 16.-17. Januar 2014 in Bonn genau unter die Lupe genommen. Neben marktrelevanten Themen werden dort auch Anbauthemen nicht zu kurz kommen. Das komplette Programm entnehmen Sie bitte der Seite www.moehrenundzwiebelforum.de. (AMI)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.