Allianz für Streuobstwiesen: Alte Bestände erhalten, neue Bestände fördern

Streuobstbestände gehören zu den Landwirtschaftsflächen mit besonders hohem Naturwert und tragen deshalb in besonderem Maße zum Erhalt der biologischen Vielfalt in NRW bei.

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Streuobstbestände gehören zu den Landwirtschaftsflächen mit besonders hohem Naturwert und tragen deshalb in besonderem Maße zum Erhalt der biologischen Vielfalt in NRW bei. Um unsere Streuobstwiesen dauerhaft zu erhalten, Pflegemaßnahmen zu etablieren und die Neuanlage von Streuobstbeständen voranzutreiben, haben heute NRW-Umweltminister Johannes Remmel und die Spitzen der Landwirtschafts- und Naturschutzverbände eine Kooperationsvereinbarung zum Schutz der Streuobstbestände in Nordrhein-Westfalen unterzeichnet. "Streuobstwiesen sind ein wichtiger Lebensraum für mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt in unserem Land bei", sagte Minister Remmel. "Ich freue mich daher sehr, dass wir heute gemeinsam die Kooperationsvereinbarung zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Umweltministerium unterzeichnen können."

Die Landwirtschaftsverbände Rheinland und Westfalen/Lippe sowie die Umwelt- und Naturschutzverbände in NRW haben über einen längeren Zeitraum die Möglichkeiten einer Kooperation diskutiert. "Weil auch uns der Schutz der Streuobstwiesen und die Förderung von Neuanpflanzungen am Herzen liegen, unterstützen wir dieses Anliegen sehr gerne und ohne Einschränkungen", sagte Minister Remmel. "Hier wird erstmals in Deutschland der dauerhafte Erhalt von Streuobstwiesen durch eine Kooperationsvereinbarung von Landwirtschaft und Naturschutz umgesetzt."

Die Kooperationspartner wollen dafür Sorge tragen, dass Obstbäume in bestehenden Obstwiesen nachgepflanzt und neue Bestände begründet werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass es künftig in der Summe zu einem landesweiten Rückgang von Streuobstwiesen kommt und der Trend wird umgekehrt. Die Vereinbarung legt darüber hinaus die Pflege der Bäume sowie die Nutzung ihres Obstes fest, beispielsweise für regional erzeugte Apfelsäfte.

Das Land NRW fördert bereits heute die Anlage von Streuobstwiesen und die Pflege von alten Obstbäumen finanziell. "Auf diese bereits bestehenden Möglichkeiten wollen wir und unsere Kooperationspartner jetzt noch gezielter hinweisen", sagte Minister Remmel.

Unterzeichnet haben die Rahmenvereinbarung zwischen Landwirtschaftsverbänden Nordrhein-Westfalens und den anerkannten Naturschutzverbänden zum Schutz der Streuobstbestände in NRW:
• Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
• Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes
• Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes
• Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbundes Deutschland, Landesverband NRW
• Mark vom Hofe, Vorsitzender der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW
• Marie-Luise Fasse, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband NRW 

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