agROBOfood: Europäisches Netzwerk für Robotik

agROBOfood hat in diesem Jahr begonnen, ein Fundament für ein europäisches Netzwerk der Nutzung von Robotik im Agrarsektor zu schaffen. Die Anforderungen sind hoch.

agROBOfood hat in diesem Jahr begonnen, ein Fundament für ein europäisches Netzwerk der Nutzung von Robotik im Agrarsektor zu schaffen. Bild: Universität Wageningen.

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Das 16 Mio. Euro teure EU-Projekt agROBOfood baut seit Juni 2019 ein europäisches Netzwerk für die effektive Einführung von Robotik-Technologien im europäischen Agrar- und Ernährungssektor auf. agROBOfood beschleunigt den digitalen Wandel, um den Sektor effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen. Die Herausforderungen für die Landwirte sind enorm. Sie wissen, dass sie größere Menge an Lebensmitteln in höhere Qualität produzieren sollen. Zeitgleich sollen Ressourcen geschont und der ökologische Fußabdruck verringert werden, wobei die sich wandelnden Verbraucherbedürfnissen erfüllt werden müssen.

agROBOfood zielt darauf ab, die Rendite der EU-Investitionen in die Robotik im Agrarsektor zu maximieren und Europa zur Vorreiterrolle bei der nachhaltigen Bereitstellung sicherer und angemessener Lebensmittel zu machen.

Innovations-Experimente

Das Herzstück des Projekts bilden Innovations-Experimente, die von Digital Innovation Hubs organisiert und überwacht werden. In sieben regionalen Clustern werden erste Versuche mit Robotiksystemen für Innovationen im Agrarsektor durchgeführt, die eine Wiederholbarkeit und breite Akzeptanz in ganz Europa sicherstellen sollen.

Beispiele

Um Menschen vor Arbeiten bei Minusgraden zu bewahren, wird im Rahmen des agROBOfood-Projekts ein Demonstrationsroboter für den Einsatz in einem Tiefkühlraum gebaut. Ein weiteres Beispiel ist die automatische und pünktliche Obsternte mit geringerem Personalaufwand. Dies führt zu niedrigeren Produktions- und Betriebsmittelkosten und löst gleichzeitig das Problem des Arbeitskräftemangels. Darüber hinaus wird ein Prototyp gebaut, der die Reife von Gurken beurteilen und Früchte in einem Gewächshaus ernten kann. Auch eine Drohne, die die Weinberge überwachen soll, wird gezeigt. Es werden noch viele weitere Projekte vorgestellt, die sowohl vom Konsortium als auch von Unternehmen, die in den offenen Ausschreibungen eine Förderung beantragen können, entwickelt wurden. Die Digital Innovation Hubs und vernetzte Experten werden diese Experimente begleiten.

Digital Innovation Hubs

agROBOfood verbindet die Welt der Robotik und Landwirtschaft, F&E und Wirtschaft durch den Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks von Digital Innovation Hubs. Dies verfestigt, erweitert und stärkt die aktuelle Infrastruktur. Die Digital Innovation Hubs unterstützen Unternehmen bei der Digitalisierung, indem sie technische, personelle und finanzielle Interessengruppen miteinander vernetzen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der europäischen Robotikgemeinschaft wird agROBOfood Synergien mit Initiativen wie der EU-Robotics sicherstellen. Dadurch wird die Rentabilität der europäischen Investitionen, einschließlich privater Finanzmittel, in die Digitalisierung im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugnisse maximiert.

Partnerunternehmen

Das agROBOfood-Netzwerk besteht bereits aus 49 digitalen Innovationszentren und 12 Kompetenzzentren und wird im Laufe des Projekts weiter wachsen. Das Projektkonsortium, das dieses Ziel verfolgt, hat 38 Partner, angeführt von der Universität Wageningen & Research.

Öffentliche Ausschreibungen

Ein Industriebeirat wird strategische Leitlinien liefern und auch die Prioritäten für die Auswahl der zu fördernden Maßnahmen festlegen. Offene Ausschreibungen werden zusätzliche innovative Experimente und industrielle Entwicklungen anziehen. Für die KMU stehen 8 Mio. Euro zur Verfügung.

Durch seine integrative Struktur und seine ehrgeizigen Ziele strebt agROBOfood danach, das gesamte europäische Netzwerk zusammenzubringen und alle Faktoren so in Einklang zu bringen, dass eine effektive Einführung von Robotik-Technologien im europäischen Agrar-Nahrungsmittelsektor sichergestellt ist.

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