AdJ-Bundesvorsitz: Lettberg geht, Bergner kommt

Die Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) brachte Veränderungen im Bundesvorstand: Mirko Lettberg legte nach neun Jahren sein Amt als AdJ-Bundesvorsitzender nieder.

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Die Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ) brachte Veränderungen im Bundesvorstand: Mirko Lettberg legte nach neun Jahren sein Amt als AdJ-Bundesvorsitzender nieder. Lettberg blickt auf abwechslungsreiche Jahre im Bundesvorstand der Junggärtner zurück. Trotz der besonderen Herausforderungen in der berufsständischen Jugendarbeit mit häufig wechselnden ehrenamtlich Engagierten, begrenzten personellen Ressourcen und wechselhafter Unterstützung aus dem Berufsstand, konnte der Einfluss der Junggärtner auf verbandspolitischer Ebene ausgebaut werden. In der sich abzeichnenden strukturellen Veränderung und den damit einhergehenden Entwicklungen des Verbandes, wurden in der Amtszeit von Mirko Lettberg wichtige Entscheidungen für den langfristigen Erhalt der Organisation getroffen. Die Junggärtner sprachen Lettberg ihren großen Dank für seine langjährigen Dienste aus und sind voller Zuversicht, dass Lettberg sich im Gartenbau auch nach seiner Zeit bei den Junggärtnern weiter engagieren wird.

Jonas Bergner, bisheriger Beisitzer im Bundesvorstand, wurde einstimmig als neuer Bundesvorsitzender gewählt. Bergner hat sich zum Ziel gesetzt, an den jüngsten Erfolgen bei der Schaffung von hauptamtlichen Junggärtner-Stellen anzuknüpfen und mit seinem Bundesvorstands-Team weitere Stellen zu schaffen. Mittelfristig sollen für alle gärtnerischen Fachsparten Junggärtner-Fachbeiräte entstehen, deren Mitglieder sich mit fachspartenspezifischen Fragestellungen befassen. Langfristig soll die Basis der Junggärtner gestärkt und das Engagement junger Gärtnerinnen und Gärtner in der berufsständischen Jugendarbeit ausgebaut werden.

Christian Post trat aus persönlichen Gründen von seinem Amt als Beisitzer zurück. Bedingt durch die beiden Amtsniederlegungen und dem turnusgemäßen Auslaufen von Amtsperioden standen bei dieser Mitgliederversammlung alle Positionen des Bundesvorstandes zur Wahl. Katharina Eßer und Carolin Horst wurden in ihren Ämtern als 1. bzw. 2. stellvertretende Bundesvorsitzende bestätigt. Gleiches gilt für Christian Wening, der als 2. Beisitzer ebenfalls wiedergewählt wurde. Neu auf die Positionen des 1. bzw. 3. Beisitzers in den Bundesvorstand gewählt wurden Katharina Deilen und Theresa Pfeifer. Die gelernte Gärtnerin im Garten- und Landschaftsbau Katharina Deilen studiert derzeit an der TU Berlin im Studiengang Land- und Gartenbauwissenschaften mit Lehramtsoption. Theresa Pfeifer ist Masterabsolventin aus Geisenheim. Sie studierte Gartenbauwissenschaften und arbeitet im elterlichen Obstbaubetrieb in Rheinland-Pfalz.

Claudia Zapolska, neue Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Pressesprecherin des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), begrüßte in Vertretung von ZVG-Präsident Jürgen Mertz, der es bedauerte, verhindert zu sein, die Teilnehmer im Haus der Land– und Ernährungswirtschaft (HdLE) in Berlin. Im Namen von Mertz dankte sie dem scheidenden Bundesvorsitzenden Mirko Lettberg für seine herausragenden Leistungen und die jahrelange engagierte Zusammenarbeit, in denen vieles für den Nachwuchs und den gärtnerischen Berufsstand gemeinsam erarbeitet und auf den Weg gebracht worden ist. Weiterhin gratulierte sie dem neuen Bundesvorsitzenden Jonas Bergner und dem Bundesvorstand herzlich, der ZVG freut sich auf die Zusammenarbeit und kommenden Aufgaben, die es aktiv und gemeinschaftlich anzupacken gilt.

Im Rahmen des Delegiertengesprächs wurde der Haushaltsabschluss 2012 präsentiert. Die Erfolge der 400-Euro-Projekte in Hessen und Nordrhein-Westfalen wurden bewertet und gleichzeitig ein Ausblick auf das Vorhaben der Schaffung weiterer hauptamtlicher Stellen in bisher ehrenamtlich geführten Junggärtner-Landesverbänden gegeben. Weiter wurden die Inhalte der Klausurtagung, die im August in Grünberg stattfinden wird, festgelegt. Schwerpunkt wird die strukturelle Entwicklung des Verbandes auf allen Ebenen sein.

Die Frühjahrs-Mitgliederversammlung der AdJ fand in diesem Jahr vom 8. bis 10. März in Berlin statt. Durch den Ortswechsel von Grünberg nach Berlin war es möglich, eine Attraktivitätssteigerung im Programm zu erreichen und eine engere Bindung zu den Junggärtnern in Berlin-Brandenburg herzustellen. 40 Junggärtnerinnen und Junggärtner nutzten die Gelegenheit, die Bundeshauptstadt von ihrer gartenbaulichen und kulturellen Seite kennenzulernen und verbandspolitische Arbeit zu betreiben.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der fachlichen und kulturellen Weiterbildung. Ziele der fachlichen Exkursion waren der Botanische Garten in Berlin-Dahlem, die Königliche Gartenakademie, die Baumschule Späth und das Versuchsgewächshaus der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Eine Stadtführung durch das Berliner Regierungsviertel und der Besuch der Ausstellung im „Tränenpalast“ brachte den teilnehmenden Junggärtnern die deutsch-deutsche Geschichte näher. (AdJ/ZVG) 

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