6. Internationale Fachtage Ökologische Pflege 2015: Naturnah und ökologisch gepflegte Grünräume

Am 18. und 19. November fand bereits zum 6. Mal das Treffen von ExpertInnen und Interessierten im Bereich der naturnahen Pflege von Gärten und Grünräumen in Langenlois statt.

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Am 18. und 19. November fand bereits zum 6. Mal das Treffen von ExpertInnen und Interessierten im Bereich der naturnahen Pflege von Gärten und Grünräumen in Langenlois statt. Besondere Schwerpunkt in diesem Jahr: der Wert der Bäume und die naturnahe Pflege von Gemeindeflächen.

Unkraut und der naturgemäße Umgang damit, das war das Thema des ersten Tages. Für die TeilnehmerInnen aus ganz Österreich, Deutschland und Südtirol gab es eine einzigartige Vielfalt an Informationsmöglichkeiten. Vorträge zur nicht-chemischen Unkrautregulierung, eine Diskussion mit BeraterInnen und GemeindevertreterInnen, Interviews und Erfahrungsberichte sowie eine Messe mit AusstellerInnen der wichtigsten Verfahren umweltfreundlicher Unkrautbekämpfung. Den Abschluss bildete ein Vortrag über die pestizidfreie elsässische Stadt Straßburg. Ein ausgeklügeltes System aus ökologischem Pflegemanagement, Information der Öffentlichkeit und Bewusstseinsbildung der MitarbeiterInnen wurde vorgestellt und macht Lust auf mehr. Über 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten interessiert den Vorträgen und Workshops der ExpertInnen und konnten sich zudem bei den ausstellenden Firmen zu den neusten ökologisch vertretbaren Mitteln am Markt informieren.

Der zweite Tag begann mit einem Vortrag über Nützlingsberatung in der Steiermark bevor dann das Thema Baum einen Schwerpunkt bildete. Was ein Baum leisten kann, wie man dies berechnet und vor allem, was passieren kann wenn er fehlt und welche Folgekosten dies verursacht, machte die Wichtigkeit der Baumpflanzung und –erhaltung klar. Ein Beitrag zur Gestalt von Bäumen zeigte deutlich, dass das im Moment fehlerhaft praktizierte Zurückstummeln von Bäumen beim Thema Sicherheit kontraproduktiv ist. Durch die Klimaveränderung zunehmende Baumkrankheiten und neue Schädlinge, wie Phytophthora und Pseudomonas wurden ebenfalls vorgestellt. Drei BaumspezialistInnen stellten sich anschließend den vielen Fragen des Publikums. Den Abschluss der gelungenen Veranstaltung bildeten Berichte eines Bio-Zierpflanzenbetriebs aus Tirol, regionale Staudenverwendung in Gärten und Grünräumen und als Schlusspunkt das eindrucksvolle Statement zur Bildung und Erhaltung von Humus zur Welternährung und zum Klimaschutz.

Die Fachtage Ökologische Pflege von „Natur im Garten“ finden jährlich Mitte November statt.

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