Statistik: Belgier geben mehr für Obst und Gemüse aus

2015 hat jeder Belgier im Schnitt 39 kg Frischgemüse und 47 kg Frischobst gekauft. Im Vergleich zum Vorjahr sind die pro-Kopf-Ausgaben für Frischgemüse um 4,3% auf 112 Euro und für Frischobst um 6% auf 204 Euro gestiegen.

Anzeige

2015 hat jeder Belgier im Schnitt 39 kg Frischgemüse und 47 kg Frischobst gekauft. Im Vergleich zum Vorjahr sind die pro-Kopf-Ausgaben für Frischgemüse um 4,3% auf 112 Euro und für Frischobst um 6% auf 204 Euro gestiegen. Das sind die Kernaussagen einer GfK-Studie, an der 5.000 belgische Familien teilgenommen haben. Dabei werden permanent die privaten Lebensmittelkäufe registriert. Nicht berücksichtigt wird in der Studie – laut Flanderns Agrar-Marketing-Büro VLAM - der Außer-Haus-Verzehr.

Im Vergleich zu 2014 haben alle Gemüsesorten im zurückliegenden Jahr Einbußen hinnehmen müssen. Die Rangliste der beliebtesten Gemüsesorten wird mit einem pro-Kopf-Verzehr von 6,14 kg weiterhin von Tomaten angeführt. Auf den weiteren Plätzen folgen Möhren mit 5,70 kg und Zwiebeln mit 4,38 kg. Chicorée, das “Nationalgemüse” der Belgier, verteidigt den vierten Platz auf der Skala erfolgreich. Im Salatsortiment gewinnt der gemischte, vorverpackte Salat Terrain zu Lasten von Kopfsalat. Wertmäßig erobert dieser vorverpackte Salat mit einem Marktanteil von 30 Prozent den ersten Platz im Salatkorb.

Während die “normalen” losen Tomaten im Jahre 2000 noch drei Viertel des Tomatensortiments stellten, sind es heute nur noch ein Drittel. Inzwischen haben die Strauchtomaten den Platz der losen Tomaten eingenommen. Innerhalb von zehn Jahren hat dieses Segment seinen Volumenanteil von 20 auf 40% verdoppelt und liegt heute bei 36%. Der Trend Richtung exklusivere Tomaten setzt sich fort. Insbesondere die Kirschtomaten haben in den vergangenen Jahren an Popularität zugelegt. Sie erreichen aktuell einen Volumenanteil von 17% und einen wertmäßigen Anteil von 34%. Wertmäßig ist das Platz eins für Kirschtomaten im Tomatenkorb.

Mit einem pro-Kopf-Verzehr von 8,79 kg (-1%) führt der Apfel die Hitliste der beliebtesten Obstsorten weiterhin an. Die Ausgaben hingegen waren um 5% rückläufig. Positiv ist, dass die Anzahl Käufer, die sich für den Apfel entscheiden, leicht gestiegen ist. Der Birnenverzehr fiel – nach dem russischen Handelsboykott und dem Aufruf, verstärkt auf belgische Birnen zurückzugreifen – wieder auf das normale Niveau von drei kg pro Kopf zurück. Aufgrund des hohen Durchschnittspreises blieb der Umsatzverlust auf fünf Prozent beschränkt. Erdbeeren waren im vergangenen Jahr teurer; deshalb griffen etwas weniger Käufer auf die rote Frucht zurück – was zu einem mengenmäßigen Minus von zwei Prozent führte. In der Rangliste der beliebsten Obstsorten werden die Erdbeeren von den Kiwis überholt. Gewinner im Top Ten-Reigen waren Melonen (+16%), Kiwis (+7%) und Tafeltrauben (+6%). Insbesondere Wassermelonen waren im vergangenen Jahr sehr beliebt.

Der Jonagold hat, mit einem Volumenanteil von 43% und einem Wertanteil von 32%, die Marktführerposition erfolgreich verteidigt.

Kaum Änderung hat es in den vergangenen Jahren in puncto Einkaufsquellen gegeben. Mit einem Marktanteil von 48% bleibt die sogenannte “Dis 1”*-Kategorie Marktführer, gefolgt von den Harddiscountern mit 24% Marktanteil. Auf dem dritten Platz folgt der Nachbarschaftssupermarkt mit einem Marktanteil von 14%. Der öffentliche Markt stabilisiert sich bei 5%, während der Marktanteil der Fachgeschäfte von 4 auf 3% schrumpft.
*Dis 1: AH, Alma, Carrefour hyper/GB/market, Champion, Colruyt, Cora, Delhaize De Leeuw, Metro und Red Market 

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.