Burgenländischer Obstbauverband: Jahreshauptversammlung

Das Jahr 2015 war für die Obstbauern ein sehr schwieriges und wirtschaftlich herausforderndes Jahr. Im Wechselspiel der letzten Jahre sieht man, dass einem feuchteren Jahr sofort wieder ein heißes und trockenes folgt.

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„Das Jahr 2015 war für die Obstbauern ein sehr schwieriges und wirtschaftlich herausforderndes Jahr. Im Wechselspiel der letzten Jahre sieht man, dass einem feuchteren Jahr sofort wieder ein heißes und trockenes folgt. So war der Sommer 2015 wieder sehr heiß, wobei 15 Wüstentage verzeichnet wurden. Dass es eine Herausforderung war, die Kulturen in Schwung zu halten und marktfähige Früchte zu produzieren, ergibt sich von selbst. Auch in Anlagen mit Bewässerungen ist man mancherorts an die Grenzen des Möglichen gestoßen“, sagte der Präsident des Bgld.

Obstbauverbandes, Ing. Johann Plemenschits bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes am 18. Jänner 2016 in der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt. Tibor Vertes Plemenschits weiter: „Seitens des Burgenländischen Obstbauverbandes haben wir daher bei den politisch Verantwortlichen unsere Forderung nach ausreichenden Fördergeldern für existenzsichernde Investitionen (Bewässerungsanlagen, Hagelnetzen…..) und alternativ dazu nach einer Prämienförderung für Versicherungsmöglichkeiten für Frost und Trockenheit, eingefordert. Dies wurde uns zwar zugesagt, eine Umsetzung, in dem von uns gewünschten Umfang ist jedoch fraglich. Ich kann aber versichern, dass wir auch in den kommenden Monaten diese Maßnahmen von der Politik einfordern werden“.

„Dass die Äpfelpreise der vergangenen Ernte für die Bauern nicht kostendeckend waren, ist eine Tatsache, die meiner Meinung nach nur eine Konsequenz zur Folge haben muss, nämlich die Bündelung des Angebotes. Wenn wir uns anschauen, dass die drei großen Handelsketten (REWE, Spar, Hofer) 85% der heimischen Äpfel vermarkten, kann man sich gut vorstellen, wie die Preisbildung stattfindet. In diesem Zusammenhang sind die Bemühungen des neuen Geschäftsführers der OPST, aus dieser eine echte Erzeugerorganisation zu machen, positiv zu bewerten. In zwei Veranstaltungen im Herbst 2015 wurde der Geschäftsführer mit überwältigender Mehrheit dazu beauftragt.

Wir müssen nach Lösungen suchen, das österreichische Angebot zu bündeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Handel nicht an unserem hochqualitativen österreichischen und burgenländischen Obst vorbeikommen kann, umso mehr als die großen Handelsketten die Regionalität in den Vordergrund ihrer Werbetätigkeiten stellen“, meinte Plemenschits.

„Wir Obstbauern müssen die Qualität und die Standards unserer Produkte in Sachen Lebensmittelsicherheit im Vergleich zu importiertem Obst stärker herausstreichen. In diesem Zusammenhang muss die Kommunikation deutlich verbessert werden. Gemeinsam mit dem Bundesobstbauverband, der Landwirtschaftskammer, der AMA Marketing und den Erzeugerorganisationen müssen wir Strategien entwickeln. Dabei stehen Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz im Vordergrund. Ich möchte hier eine objektiv und fachlich begründete Diskussion, auch mit den Umweltorganisationen“, so Präsident Plemenschits abschließend.

Laut letzter Erwerbsobstanlagen-Erhebung bewirtschafteten im Burgenland 213 Intensivobstbau-Betriebe (Österreich 2.530) 590 ha (Österreich 9.504 ha). Die Hauptobstart des Burgenlandes ist der Apfel mit einer Gesamtfläche von 460 ha Intensivanlagen. Der Burgenländische Obstbauverband hat zurzeit 296 Mitglieder.

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