- Startseite
- BBV: Ein Christbaum für Rom
BBV: Ein Christbaum für Rom
Dieses Jahr kommt der Weihnachtsbaum für den Petersplatz aus der Oberpfalz. 30 Meter lang wurde er auf seine 1.000 km lange Tour geschickt. Inzwischen ist der Baum in Rom angekommen. Am 18. Dezember werden seine Lichter entzündet.
Eine Fichte aus Hirschau im Landkreis Amberg-Sulzbach sorgt heuer für weihnachtliche Stimmung auf dem Petersplatz in Rom. Der Baum stammt aus dem Bestand von Franz Kustner, BBV-Bezirkspräsident der Oberpfalz. Schon unter Papst Benedikt hatte sich Hirschau dafür beworben, einen Christbaum nach Rom schicken zu dürfen. Die Zusage erhielten die Oberpfälzer allerdings erst dieses Jahr, wenige Tage später war der passende Baum gefunden. Bereits 2012 kam der päpstliche Weihnachtsbaum aus der Oberpfalz. Damals hatte der Festspielverein Waldmünchen den Baum liefern dürfen.
Mit seinen 30 Metern und 50 Jahren dürfte der Baum in Rom zu den höchsten und ältesten Christbäumen in Europa gehören. Bevor sie in unser Wohnzimmer einziehen, wachsen Christbäume normalerweise 8 bis 13 Jahre. Der seit Jahren beliebteste Baum ist die Nordmanntanne. Sie hat die Blaufichten sowie die klassischen Bäume wie die Weißtanne oder Fichte verdrängt. Die Meldungen der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger sagen, dass sie weitgehend stabile bis leicht steigende Preise erwarten, wobei erfahrungsgemäß regionale Unterschiede möglich sind. Die beliebte Nordmanntanne wird demnach zwischen 20 und 24 Euro je laufender Meter kosten, am günstigsten sind nach wie vor die Rotfichten, die ab 7 Euro je laufender Meter angeboten werden. Der Käufer sollte sich darüber informieren, ob die Weihnachtsbäume aus der Region stammen, empfiehlt zudem der BBV, schließlich gebe es viele bayerische Anbieter.
Den trockenen und heißen Sommer dürften die Nordmanntannen gut vertragen haben, glaubt Waldreferent Johann Koch vom Bayerischen Bauernverband. „Mit ihren Pfahl- und Seitenwurzeln, die tief in den Boden ragen, können Tannen die feuchten Bodenschichten besser erschließen“, sagt er. Schwieriger hätten es da schon die Fichten mit ihren flachen Wurzeln gehabt. Doch auch dies konnte der Oberpfälzer Fichte aus Hirschau nichts anhaben: Sie ist stattlich gewachsen und hat es sogar bis in den Vatikan geschafft. (BBV)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.