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BUGA: Blumenhallenschau noch bis 11. Oktober 2015
Am Samstag startete die letzte Blumenhallenschau der BUGA in der Havelregion 2015 in der St. Laurentiuskirche in Havelberg. Das Motto der Hallenschau lautet: "Ich steh auf Berlin - das Schönste zum Schluss“. Zur Eröffnungszeremonie begrüßte der gärtnerische Leiter der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, Rainer Berger neben den Ausstellern und gärtnerischen Gestaltern auch Petra Jonschkowski, die Amtsleiterin für Planung, Finanzen u. Bauen der Stadt Havelberg sowie den Vizepräsidenten des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e. V. Lutz Grille und die Ausstellungsbevollmächtigte der IGA Berlin 2017, Renate Behrmann.
Die Hallenschaugestaltung für die letzte Blumenhallenschau in der St. Laurentiuskirche übernahm die Firma "Der Spreewälder" aus Lübben. Sie arrangierte ausschließlich Pflanzen, Sträucher und Bäume von Brandenburger und Berliner Baumschulen und Gartenbaubetrieben. Jörg-Peter und Yvonne Liebscher und ihrem Gestaltungsteam war es gelungen, eine Brücke von der Buga 2015 in der Havelregion zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 in Berlin zu schlagen. So wurden aus farbenfrohen Holzpaletten symbolisch Dachterassennachbildungen, auf denen üppig bepflanzt ein „Urban Jungle“ heranwächst. Urban Gardening ist ja ein großes Thema der kommenden IGA. Besucher konnten auch viele Informationen für die eigene Balkon- und Wintergartengestaltung mitnehmen. Für die ideenreiche herbstliche Ausschmückung der Kirche erhielt das Team "Der Spreewälder" vom Fachverband Deutscher Floristen e.V. einen Ehrenpreis.
Im Mittelgang des Kirchenschiffes der St. Laurentiuskirche wurden die Besucher von einer Allee aus Winterlinden überrascht. Symbolisch plaziert für die berühmte Berliner Straße „Unter den Linden“. Es handelte sich um eine Züchtung der Späth`schen Baumschulen aus Berlin. Die Tilia cordata "Merkur" ist ein mittelgroßer Baum mit gerader Stammverlängerung bis in die Wipfel und hat eine relativ lockere regelmäßig aufgebaute Krone. Alle Linden entstammen der Zuchtstation der Baumschule, die sie seit 16 Jahren herangezogen hatte. Für eine grüne Strukur im Kirchenraum sorgte zusätzlich ein Ahornsortiment in Kombination mit Pinus-Formgehölzen. Für diesen tollen Blickfang erhielt die Späth’sche Baumschule den Ehrenpreis des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.
Auch der Vizepräsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V., Lutz Grille, durfte am Eröffnungstag eine Auszeichnung entgegen nehmen. Als Geschäftsführer der Hermann Rothe Gartenbau GmbH, die mit einem Sortiment an Palmen und Farnpflanzen wie Philodendron, Cycas rumphii oder Goniophlebium, Stenochlaena, Nephrolepis, Aglaomorpha novoguineusis die Ausstellung bereicherten, übereichte ihm Rainer Berger die Große Goldmedaille der Deutschen-Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) für ein ausgefallenes Grünpflanzensortiment als Solitäre in ausgezeichneten Qualitäten.
Auf der Empore zeigt die Hans-Joachim Wlodarczyk Gärtnerei aus Großräschen bemerkenswerte Orchideen Hybriden sowie reine Arten und Wildformen. Hybriden wie Vanda „Fuchs Delight“, „Ascocenda Princess Mikasa White“ oder „Ascocenda Suksumran Spots Yellow“ lassen den Besucher erstaunen. Die Qualität der Pflanzen ist so außergewöhnlich, das die Preisrichter alle Aufgaben von Hans-Joachim Wlodarczyk mit einer Goldmedaille belohnten. Außerdem erhielt er die Große Goldmedaille der Deutschen-Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) „für ein zauberhaftes Sortiment von Orchideen, im Besonderen Vanda und Cattleya“.
Mit Erica gracilis wie „Glaser's Rote“, „Hessenmädchen“ und Callunen, den zweifarbigen Knospenblühern „Twingirls“ in den Sorten "Athene - Zeta", "Katja - Helena", "Katja - Alicia" bereichert Manfred Borchel die herbstliche Ausstellung in der Laurentiuskirche. Für ausgezeichnete Qualitäten an Eriken und Callunen erhielt er den Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Der erfolgreichste Aussteller der letzten Buga Hallenschau 2015 ist Hermann Kühne aus Nuthetal. Hermann Kühne gehört zu Deutschlands größten Chinaschilf-Sammlern. Seine Leidenschaft gilt seinen über 100 Sorten "Miscanthus", dem chinesischen Stielblütengras. Eine große Vielfalt an Stielblütengräsern stellt er in der St. Laurentiuskirche aus. Ob für die gestellten Aufgaben „Miscanthus sinensis Aldevaran“, „Dread Looks“, „David“, „München“, „Kupferberg“ als Stauden im Container ab 7 Liter oder Miscanthus sinensis als mehrjährige Gräser in den Sorten „Giraffe“, „Super Trouper“, „Memory“, „Goldglanz“ - Herman Kühne erhielt für alle Aufgaben eine Goldmedaille, insgesamt 28 mal. Damit aber nicht genug. Die Deutschen-Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) verlieh Hermann Kühne noch zwei Große Goldmedaillen. Eine erhielt er für Solitärgräser „in beachtlicher Qualität für herbstliche Stimmung“. Die Zweite erhielt er „für eine riesige Sortenvielfalt von Miscanthus und Pennisetum in ausgezeichneten Qualitäten“. Zudem wurde ihm der Ehrenpreis des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz verliehen.

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