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Kleinziethen: 11. Kürbiscup
Als eine der letzten Freilandkulturen gehen alljährlich in Brandenburg die Kürbisse an den Start. Seit Jahren wächst das Interesse an diesem Gemüse, nicht zuletzt auch dank erfolgreicher Marketinganstrengungen von Landwirten und Kleingärtnern, die mit Kürbisfesten den Erntebeginn begleiten.
Kürbisse, in der Mark vor allem als Einweckgemüse und Nachspeise bekannt, erobern als Vorsuppe und Hauptgang zunehmend die vorderen Plätze in den Speisekarten der Region. Und immer neuere Sorten und Züchtungen bereichern die Küche. Eine enorme Wertschätzung und Nachfrage haben Kürbisse durch die aus den USA importierten Halloween-Festen erfahren.
Wegen der wachsenden Beliebtheit ist die Brandenburger Anbaufläche für Speisekürbisse (zum Beispiel Hokkaido, Butternut und Riesenkürbis) auf 225,4 Hektar im Jahr 2014 (2013: 174,9 ha) erweitert worden.
Die Erträge stiegen von 3.008 t 2013 auf 3.990 t 2014.
Mit einer Anbaufläche von 650.000 ha und einer Menge von 7,5 Mio. t pro Jahr nimmt der Kürbis eine beachtliche Stellung unter den in der Welt erzeugten Gemüsearten ein. Ungefähr die Hälfte davon wird in Asien angebaut. In Europa sind Italien, Frankreich, Griechenland, Rumänien und Bulgarien Schwerpunkte.
Kürbisse sind einjährige, selten auch ausdauernde, krautige Pflanzen. Die verschiedenen Arten wurden größtenteils unabhängig für die gleiche Verwendung kultiviert.
Übrigens gehören Kürbisse zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Als Zeitpunkt wurde lange die Epoche um 5.000 vor unserer Zeit angenommen. Neuere Samenfunde domestizierter Kürbisse sind jedoch auf 8.000 bis 10.000 vor unserer Zeit zu datieren. Der Garten-Kürbis wurde beispielsweise zuerst in Mexiko und im Süden der USA gezogen, der Moschus-Kürbis in Zentralamerika und der Riesenkürbis in Südamerika. Forscher nehmen an, dass ursprünglich die nahrhaften Samen genutzt wurden, da diese frei von Bitterstoffen sind, während alle Wildformen bittere Früchte besitzen. Durch die Auslese nichtbitterer Formen wurde auch die Nutzung als Gemüse möglich. Schon in präkolumbischer Zeit gab es eine große Sortenvielfalt. Bereits früh kamen Samen in andere Erdteile.
Kürbisse, insbesondere die Flaschenkürbisse (Kalebassen), wurden getrocknet und bearbeitet. Sie dienten als Gefäße, Körperschutz und sogar als Musikinstrumente. In einigen Ländern Afrikas werden sie noch heute so verwendet.
Kürbisse gelten als gesunder Sattmacher. Der gesundheitliche Aspekt wird auch in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, weil Kürbisse als Arznei- und Heilpflanze in den Fokus rücken. Vor allem das Beta-Karotin ist ein wichtiger Schutzstoff, da es antioxidative Eigenschaften besitzt und Zellen vor dem Angriff freier Radikale schützt.

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