BUGA 2015: 8. Blumenschau in der St. Johanniskirche eröffnet

Wie Rosen durch Stauden und Sommerblumen trendig und dekorativ begleitet und ihre Farben durch das umgebende Grün noch intensiviert werden können, zeigt die neue Blumenschau auf der BUGA in Brandenburg an der Havel.

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Wie Rosen durch Stauden und Sommerblumen trendig und dekorativ begleitet und ihre Farben durch das umgebende Grün noch intensiviert werden können, zeigt die neue Blumenschau auf der BUGA in Brandenburg an der Havel.

Für die Gestalter und Floristen – „Der Spreewälder“ aus Lübben und „Floristik pur“ aus Potsdam – war die Ausstellung ein besonderes Erlebnis, weil im Kirchenraum in die Höhe gearbeitet werden musste. So sind hohe Grundgestelle aus Eisen mit getrockneten Strelizienblättern dekoriert worden, an denen Schleierkraut in langen Girlanden mit eingesteckten Rosen verwoben wurde. Flachere Rosenbögen über der Kirchenmitte sollen den Blick wieder mehr in die Horizontale ziehen. Rosenbögen und florale Objekte wie die Blütenorgel aus weißem Allium, das in Bambusrohre gesteckt war, oder die Schwanenflügel aus Schleierkraut und Rosen kamen vom Floristen „blumnig inn“ aus Lübben. Er erhielt den Ehrenpreis des Fachverbandes deutscher Floristen e.V. „ für eine handwerklich hervorragende floristische Umsetzung des Themas Rosen.“ „Floristik pur“ punktete vor allem mit originellen Sommerblumengestecken. Die Kombinationen aus Edelweiß und Gräsen im Tischschmuck oder Blau-in-Blau Gestecke mit Enzian, Hortensie, Distel und Hosta in Kränzen boten viele schöne Dekorationsideen und Arrangements – auch für den Fachbesucher.

Rosenvielfalt – berauschend in Duft und Blütenform
Als Hochstämmchen oder zur Pyramide gezogen, als Bodendecker oder Schnittrose – Rosens sind die Stars! Besonders gute Qualität und eine große Sortenvielfalt lieferte das Rosengut Langerwisch GmbH und Co. KG, das mit einer Großen Goldmedaille der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft „für ein beachtliches Sortiment in ausgezeichneten gesunden Qualitäten“ prämiert wurde. Bei den Edelrosen sind zur Zeit die „Hansestadt Rostock“ und die „Schöne Koblenzerin“ beliebt. Letztere ist eine öfter blühende Sorte mit einem ADR Prädikat. „Die schöne Koblenzerin“ ist eine kompakt und dicht wachsende Beetrose, sehr blattgesund und sauber abblühend. Sie bietet ein interessantes Farbspiel, denn bei Kälte blüht sie mittelrot / creme-weiß, bei viel Sonne rosa / creme-weiß. In einem weiteren Arrangement erlebt man auch den Bodendecker „Heidetraum“, eine Rose, deren mittelgroße Blüten mit etwa 5 cm Durchmesser dunkelrosa, reichblühend, duftend und regenfest sind. Dazu entfacht „Heidetraum“ ein Dauerleuchten im Beet: vom Frühsommer (Juni) bis zum Frost. Draußen, in den Nischen der Kirche ist die Containerware so zusammengestellt, wie sie in einer Beetpflanzung zur Wirkung käme. Von den Hochstämmchen hat die Sorte „Leonardo da Vinci“ eine Sonderstellung.

Kräftige, pinkfarbene Blütenwolken umgeben den Stamm – wunderschön eingebettet in die begleitenden Impatiens, Fuchsien, Euphorbien und Gazanien. Die Attraktivität der blühenden Gehölze und Schnittrosen wird hier vor allem durch neue Sorten von Fingerhüten unterstrichen. Auffallend ist eine Züchtung, die einen Farbverlauf von cremeweiß nach orange aufweist: „ Digitalis x isoplexis „Flame“. Auch die gerade sehr in Mode gekommenen weiß blühenden Digitalis werden in interessanten Zusammenstellungen präsentiert. Üppig bepflanzte Blütenampeln zeigen im Mix mehrerer Sommerblumen, was sich optisch in der Blütenausformung und Blattzeichnung gut verträgt: mehrfarbige Lobelien, Geranien, Petunien und Bidens regen die Besucher zur Nachpflanzung an.

Altbekannte Stauden werden wiederentdeckt
Und bei den gelb-orange-roten Zusammenstellungen spielt auch Lysimachia, der Gilbweiderich eine Rolle. Variantenreich in den Blüten, farbig mit weiß-grün gestreiften Blättern – die Pflanze kann in Beeten und Vasenarrangements tolle Akzente setzen und durchaus als Staude allein betören. Salvia und Skabiosen runden das Sommerblumenangebot ab in der St. Johanniskirche ab. Heuchera und Eukalyptus bilden das Begleitgrün und lassen das Auge in all dem Farbenrausch auch mal ausruhen. Draußen, in den Nischen von St. Johannis, sind verschiedene Rosensorten in Kombination mit Dahlien und der Staude „Mädchenauge“ zu erleben. Hier werden die Rosenstöcke in ihrer Wuchsform präsentiert – buschig, kompakt oder edel hoch auswachsend, die Stände der Blüten – vereinzelt, in Büscheln oder in locker am Strauch. Zum Beispiel im intensiven Rosa der Sorte „Crescendo“ oder die nach französischen Malern benannten Sorten „Henry Matisse“, „Maurice Utrillo“ (rot weiß) und „Camille Pissaro“ (zweifarbig dunkelrot bis creme weiß).

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