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Pflanzenschutzamt: Neubau Pflanzendiagnose eingeweiht
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen weihte am 17. Februar den Neubau für Pflanzendiagnose in Hannover-Ahlem ein. Mit dem neuen Gebäude nimmt das Pflanzenschutzamt der Kammer zukünftig weiterhin seine bedeutende Aufgabe als deutschlandweit größte Teststation für den Nachweis von Virus- und Bakterienkrankheiten in Kartoffeln wahr, so die Fachleute der Kammer. Im Rahmen der letzten Akkreditierung sei deutlich geworden, dass die erfolgreiche Arbeit nur mit einem Neubau fortgesetzt werden könne, da nur so der hohe Sicherheits- und Qualitätsstandard gesichert sei. In Hannover-Ahlem werden jährlich ungefähr 80 Tonnen Kartoffeln geprüft. Allein 500.000 sogenannte Virustestungen werden durchgeführt, hinzukommen 5.000 Bakterienuntersuchungen. Diese Untersuchungen sind unter anderem Voraussetzung für die Bereitstellung von gesundem Pflanzgut für den niedersächsischen Kartoffelanbau. Innerhalb des Neubaus gibt es mehrere Bereiche, unter anderem eine Anlieferungszone für die Kartoffeln und einen Laborbereich. Der Bau wurde so geplant, dass die einzelnen Räume nach dem Bearbeitungsweg einer Probe angeordnet sind.
Nach etwa einjähriger Bauzeit zogen im Dezember 2014 die Mitarbeiter des Sachgebietes Bakteriologie, Virologie und PCR-Diagnostik des Pflanzenschutzamtes in das neue Gebäude für Pflanzendiagnose um. Zu der Jahreszeit läuft traditionell die Bakterien- und Virusprüfung für die Anerkennung von Pflanzkartoffeln im Pflanzenschutzamt auf Hochtouren, sodass die neuen Räumlichkeiten sofort auf ihre Tauglichkeit hin überprüft werden konnten. Demzufolge fand die offizielle Einweihung erst jetzt mit etwas Verzögerung statt.
Innerhalb der EU müssen alle Labore, die langfristig mit Quarantäne-Schadorganismen arbeiten wollen, akkreditiert sein. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf ungefähr fünf Millionen Euro, die allein von der Landwirtschaftskammer getragen werden. In seiner Begrüßungsrede sagte Kammerpräsident Gerhard Schwetje, dass gerade Niedersachsen als das größte Kartoffelanbaugebiet Deutschlands mit einer Gesamtanbaufläche von ungefähr 101.000 Hektar dafür Sorge tragen müsse, dass die Feldfrucht frei von Bakterien- und Viruskrankheiten sei. Er freue sich zudem auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium, für das das Pflanzenschutzamt wichtige Aufgaben wahrnehme. (Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

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