Ideenwettbewerb für die BUGA 2023: Neun Entwürfe ausgewählt

Nun ist in erster Runde die Auswahl aus dem zweistufigen Ideenwettbewerb "Grünzug Nordost/Bundesgartenschau 2023" getroffen: Die Jury entschied sich Ende vergangener Woche einstimmig für neun gleichwertige Entwürfe, die im weiteren Verfahren bis März nächsten Jahres vertieft werden sollen.

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Nun ist in erster Runde die Auswahl aus dem zweistufigen Ideenwettbewerb „Grünzug Nordost/Bundesgartenschau 2023“ getroffen: Die Jury entschied sich Ende vergangener Woche einstimmig für neun gleichwertige Entwürfe, die im weiteren Verfahren bis März nächsten Jahres vertieft werden sollen. Einen ganzen Tag lang sichtete eine 50-köpfige Jury die Entwürfe der Stadtplaner und Landschaftsarchitekten von 34 internationalen Büros und entschied sich dann für jene neun, die die Wettbewerbsanforderungen am besten erfüllen.

In verschiedenen Varianten haben die Wettbewerbsteilnehmer Ideen entwickelt, wie das Kasernengelände Spinelli zusammen mit dem Landschaftsschutzgebiet Feudenheimer Au Teil des bereits existierenden Grünraums werden kann. Alle Entwürfe bestätigen die „große Kraft der Grundidee“, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, „einen durchgehenden Grünzug zu schaffen, der vom Luisenpark über den Neckar bis zu den Vogelstangseen reicht. Diese Grundidee liefert einen überzeugenden Ansatz für die Entwicklung der Stadt, insbesondere in ökologischer Hinsicht“, so Kurz weiter. Ohne die Straße „Am Aubuckel“ entstünde ein einheitlicher, 70 Hektar großer Freiraum. Großes Ziel der Stadtplanung ist, damit eine Frischluftschneise für die Belüftung der ganzen Stadt zu schlagen.

„In Mannheim erhält die Stadtentwicklung mit dieser zweiten Gartenschau einen ganz entscheidenden Schub. Die Erweiterung und urbane Quartiersentwicklung nach neuen Standards, die guten Entwurfsideen, die hohe Lebensqualität garantieren, lassen sicher viele Familien zuziehen. Vorhandene und neue Grünflächen werden hier geschickt zu einem Grünzug verbunden und garantieren nachhaltig hohen Erholungswert – das sind die berühmten „Soft Skills“, die Kriterien, die Städte zukunftsfähig und attraktiv machen“ kommentierte Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) den Wettbewerb. Vor interessierten Bürgern erläuterte der Juryvorsitzende Axel Lohrer Ende die einzelnen Entwürfe und das weitere Vorgehen. Als Vorbilder nannte er den Englischen Garten in München und den Schwetzinger Schlosspark. An diesen Beispielen ließe sich sehr gut beobachten, wie Freiräume als grüne Oasen über Jahrhunderte hinweg zum Wohle der Menschen erhalten bleiben. Der Juryvorsitzende lobte das ungewöhnlich breite Wettbewerbsverfahren und das hohe Niveau der eingereichten Arbeiten. Zu jedem Schritt im gesamten Verfahren ist die Teilnahme der Bürger vorgesehen.

So zum Beispiel mit Ausstellungen, die phasenweise Bau und Umbau darstellen und Transparenz und Meinungsbildung fördern sollen. „Natur wird in einer Dimension mitten in der Stadt erlebbar gemacht, die absolut einmalig ist. Wir haben hier die einmalige Möglichkeit, das Stadtbild für die nächsten Generationen nachhaltig zu prägen“, erklärte Oberbürgermeister Kurz in der Sporthalle der Spinelli-Kaserne. Dort nahmen zahlreiche Bürger die Gelegenheit wahr, die ausgewählten Entwürfe an den Stellwänden in Augenschein zu nehmen und sie sich erklären zu lassen. „Mit dem Grünzug Nordost werden die Voraussetzungen für eine zusammenhängende Frischluftschneise und ein Meilenstein für die Biotop-Verbindung geschaffen “, ist sich Umweltdezernentin Felicitas Kubala sicher. Planungs- und Baubürgermeister Lothar Quast setzt darauf, dass im weiteren Wettbewerbsverfahren die Ideen für die Bebauung am Nordrand vertieft werden. „Die Ideen sind neue Denkanstöße. Sie sind keine Planungen, auch keine Entscheidungen der Stadt, sondern Vorschläge, die zu diskutieren sind.“ Für Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschaugesellschaft, zeigten die Entwürfe, wie gut sich das Thema BUGA in die einheitliche Gestaltung des Stadtraums einpassen lässt. Diese Einschätzung teilte auch Jochen Sandner von der DBG.

Für die neun Büros, die in der ersten Runde des Ideenwettbewerbs erfolgreich waren, beginnt ab jetzt die zweite vertiefende Phase des Wettbewerbs. Sie haben bis zum März 2015 Zeit, dann müssen sie überarbeitete Vorschläge einreichen. Das Preisgericht wird diese im April nächsten Jahres begutachten. Der daraus hervorgehende Siegerentwurf wird dann Grundlage für die endgültige Planung des „Grünzugs Nordost/Bundesgartenschau 2023“ werden.

Das Preisgericht für die zweite Runde setzt sich aus zehn bundesweiten Experten aus den Bereichen Landschaftsplanung/Landschaftsarchitektur und Stadtplanung/Städtebau zusammen. Ergänzt wird es um Sachpreisrichter, unter anderem aus Politik und Verwaltungsspitze, Vertreter der vier bürgerschaftlichen Planungsgruppen und des Umweltforums. (DBG) 

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