Syngenta: Umsatz steigt um 1% auf 8,5 Mrd. USD

Der Umsatz legte zu konstanten Wechselkursen um 4% zu. Grund für den Anstieg waren höhere Preise bei unveränderten Absatzmengen aufgrund des ungünstigen Wetters in Nordamerika; alle anderen Regionen verzeichneten steigende Absatzmengen. Der zugrunde liegende Preisanstieg, ohne währungsbezogene Anpassungen und Glyphosat, lag knapp über 2%.

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Mike Mack, Chief Executive Officer, sagte: „Der Umsatzanstieg wurde im ersten Halbjahr durch ungünstige Witterungsbedingungen in Nordamerika gebremst, die in Verbindung mit dem Rückgang der Maisanbauflächen den Markt bei Pflanzenschutzmitteln stark belasteten. In allen anderen Regionen war das Wachstum solide und lag über unserer Zielsetzung für das Gesamtjahr von 6% zu konstanten Wechselkursen. Die Umsätze in den Schwellenländern stiegen um 11%; die Performance belegt klar den Erfolg unserer integrierten Strategie. Die Preise blieben im gesamten Geschäft robust.

Die Profitabilität wurde durch den volumenbedingten Umsatzrückgang in Nordamerika und die Währungsschwäche in den Schwellenländern geschmälert. Zu konstanten Wechselkursen stieg die EBITDA-Marge, wozu Preiserhöhungen, tiefere Saatgutkosten und Einsparungen durch unsere bestehenden betrieblichen Effizienzmaßnahmen beitrugen. Im Februar kündigten wir ein umfassendes neues Maßnahmenpaket zur weiteren Optimierung der betrieblichen Abläufe ab 2015 an. Projektteams arbeiten an der unternehmensweiten Umsetzung dieser Maßnahmen, und wir sind auf gutem Weg, erhebliche Einsparungen in Produktion, Vertrieb und F&E zu erzielen. Unsere Priorität ist es sicherzustellen, dass mit dem anhaltenden Umsatzwachstum auch eine verbesserte Profitabilität und ein starker Cashflow einhergehen.“

Finanzergebnis 1. Halbjahr 2014

Umsatz von 8,5 Mrd. USD

Der Umsatz legte zu konstanten Wechselkursen um 4% zu. Grund für den Anstieg waren höhere Preise bei unveränderten Absatzmengen aufgrund des ungünstigen Wetters in Nordamerika; alle anderen Regionen verzeichneten steigende Absatzmengen. Der zugrunde liegende Preisanstieg, ohne währungsbezogene Anpassungen und Glyphosat, lag knapp über 2%.

EBITDA erreicht 2,1 Mrd. USD
Das EBITDA ging auf ausgewiesener Basis um 3% zurück, stieg aber zu konstanten Wechselkursen um 6% an. Die EBITDA-Marge (kWk) betrug 26,6% (1. Hj. 2013: 26,0%).

Netto-Finanzaufwand und Steuern
Der Netto-Finanzaufwand erhöhte sich leicht auf 100 Mio. USD (1. Hj. 2013: 90 Mio. USD). Dies war auf den Anstieg der Hedgingkosten im Zusammenhang mit dem Wachstum in den Schwellenländern zurückzuführen. Der Steuersatz betrug 15% (1. Hj. 2013: 18%).

Reingewinn von 1,4 Mrd. USD
Der Reingewinn nach Restrukturierung und Wertberichtigung ging um 1% zurück. Der Gewinn pro Aktie vor Restrukturierung und Wertberichtigung sank um 2% auf 15,60 USD.

Cashflow
Der Free Cashflow vor Akquisitionen betrug 113 Mio. USD im Vergleich zu 319 Mio. USD im 1. Hj. 2013. Die Verringerung des Inventars seit Anfang des Jahres hatte gegenüber dem Vorjahr auf den Cashflow einen positiven Effekt von 428 Mio. USD. Das durchschnittliche betriebliche Umlaufvermögen in Prozent vom Umsatz betrug 42% (1. Hj. 2013: 37%). Dies spiegelt die Erhöhung des Inventars im zweiten Halbjahr 2013 wider. Es wird erwartet, dass mit dem Fortschreiten der Saison 2014 in Lateinamerika das Inventar in Prozent vom Umsatz um 2 Prozentpunkte zurückgeht.

Die Anlageinvestitionen einschließlich immaterieller Anlagen beliefen sich auf 312 Mio. USD (1. Hj. 2013: 274 Mio. USD). Für das Gesamtjahr werden Anlageinvestitionen von etwa 750 Mio. USD erwartet.

Dividende und Aktienrückkauf
Am 7. Mai 2014 wurde eine Dividende in Höhe von 10,00 CHF pro Aktie ausgezahlt (2013: 9,50 CHF). Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 1.032 Mio. USD. Im ersten Halbjahr kaufte Syngenta 136.000 Aktien für einen Gesamtbetrag von 48 Mio. USD zurück, wobei der durchschnittliche Preis 322,60 CHF betrug.

Bilanz
Im März schloss Syngenta zwei Anleihenemissionen ab, um ihren normalen Finanzierungsbedarf zu decken und das Fälligkeitsprofil ihres Fremdkapitals weiter zu optimieren. Eine Platzierung von Eurobonds im Wert von 750 Mio. Euro umfasste einen 2017 fällig werdenden Eurobond über 250 Mio. Euro und einen 2021 fällig werdenden Eurobond über 500 Mio. Euro. Eine Platzierung von Schweizer-Franken-Anleihen im Wert von 750 Mio. Euro umfasste eine 2019 fällig werdende Anleihe über 350 Mio. Euro, eine 2024 fällig werdende Anleihe über 250 Mio. CHF und eine 2029 fällig werdende Anleihe über 150 Mio. CHF.

Umsatzentwicklung integriertes Geschäft

Europa, Afrika und Mittlerer Osten:
 Ein früher Saisonstart führte zu einer erhöhten Unkraut-, Krankheits- und Insektenbelastung, die zu einer guten Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr beitrug. Die Abschwächung des Wachstums im zweiten Quartal war vor allem auf den Einfluss der geringeren Frühjahrsaussaat auf den Saatgutumsatz zurückzuführen; die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln blieb solide. Im ersten Halbjahr verzeichneten alle Gebiete einen Anstieg des integrierten Umsatzes, wobei die GUS-Staaten und die iberische Halbinsel die höchsten Zuwächse erreichten. In der GUS wurde trotz der politischen Unsicherheit eine Zunahme der Absatzmengen erzielt. Hinzu kamen starke Preiserhöhungen in der Ukraine zum Ausgleich der Währungsabwertung. 

Nordamerika: Anhaltend tiefe Temperaturen verzögerten den Saisonstart in den USA bis Ende Mai und sorgten für eine geringere Krankheits- und Insektenbelastung sowie einen geringeren Bedarf an Vorauflauf-Sprühherbiziden. In Kanada wurde die Nachfrage im zweiten Quartal durch einen Rückgang der Getreideanbauflächen und durch Überschwemmungen belastet. Außerdem wurde der Absatz des margenschwachen TOUCHDOWN® gezielt eingeschränkt, um verstärkt höherwertige Produktmischungen zur Bekämpfung von Resistenzen absetzen zu können. Der Umsatz mit Mais- und Sojasaatgut spiegelte die veränderte Anbauflächennutzung in den USA wider und legte insgesamt leicht zu.

Lateinamerika: In Lateinamerika zog das Wachstum weiter an, obwohl trockene Bedingungen in Brasilien und Argentinien den Umsatz mit selektiven Herbiziden im zweiten Quartal bremsten. Auch der TOUCHDOWN®-Umsatz war aufgrund der Neuausrichtung dieses Geschäfts rückläufig. Der Befall mit der Helicoverpa-Raupe trug in Brasilien zu einem starken Umsatzanstieg bei Insektiziden bei. Auch der Umsatz mit Fungiziden erhöhte sich in Brasilien drastisch. In Venezuela erholte sich der Umsatz nach einem Zahlungsverzug Ende 2013. Der Umsatz von Mais- und Sojasaatgut nahm zu.

Asien/Pazifik: Asien/Pazifik verzeichnete sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern starkes Wachstum. In Australasien stärkten Regenfälle die Zuversicht der Landwirte, wodurch das gesamte Pflanzenschutzportfolio zulegte. Südasien verzeichnete hohes Wachstum bei Anwendungsprotokollen für den Bereich Vegetables und einen erheblichen Umsatzanstieg bei Maissaatgut. In China setzte sich die AMISTAR®-Technologie bei Reis und Gemüse weiter durch.

Umsatzentwicklung Lawn and Garden

Der späte Frühjahrsbeginn in Nordamerika dämpfte auch die Konsumentennachfrage nach Blumen, während die Nachfrage in Europa die verhaltene Wirtschaftslage in einer Reihe von Ländern widerspiegelte. Die Schwellenländer dagegen verzeichneten weiterhin hohe Zuwächse, wobei in Lateinamerika und Asien/Pazifik ein zweistelliges Umsatzplus erzielt wurde. Die EBITDA-Marge zu konstanten Wechselkursen lag weiterhin über dem für 2015 anvisierten Wert von 20%.

Akquisitionen
Im April übernahm Syngenta die Società Produttori Sementi (PSB), einen führenden italienischen Produzenten von Hartweizensaatgut. Die Übernahme wird die Innovation in der Züchtung und Produktion von Hartweizen für Teigwaren beschleunigen. Im Juni gab Syngenta eine Vereinbarung zur Übernahme des deutschen und polnischen Winterweizen- und Winterraps-Geschäfts der Firma Lantmännen bekannt. Mit dieser Akquisition erhält Syngenta Zugang zu hochwertiger Genetik, einer Saatgut-Pipeline und Handelssorten, die das bestehende Portfolio ergänzen.

Neue Partnerschaften
Im April gab Syngenta eine Vereinbarung mit Cellulosic Ethanol Technologies, LLC, zur Lizenzierung seiner ACE-Technologie (Adding Cellulosic Ethanol), eines neuen Verfahrens für Ethanolanlagen, bekannt. Die ACE-Technologie wird mit dem Mais-Trait ENOGEN® von Syngenta kombiniert. Die Produktion von Zellulose-Ethanol in der Anlage von Quad County Corn Processors in Galva, Iowa, ist bereits angelaufen.

Im Juni gaben Syngenta und Anheuser-Busch InBev (AB InBev) den Abschluss einer Partnerschaft bekannt, um die Versorgung mit hochwertiger Braugerste für die Bierindustrie sicherzustellen. Im Rahmen der Partnerschaft erhalten Landwirte nicht nur Zugang zu den besten Braugerstensorten, sondern auch zu agronomischer Unterstützung, die ihnen konstante Ernteerträge und Qualitätssteigerungen ermöglicht.

Ausblick
Mike Mack, Chief Executive Officer, sagte: „Im zweiten Halbjahr erwarten wir eine Beschleunigung des Umsatzwachstums, vor allem in Lateinamerika, wo wir eine starke Dynamik für die Einführung von ELATUS™ sehen. Auf dieser Basis rechnen wir weiterhin für das Gesamtjahr mit einem Anstieg des integrierten Umsatzes von rund 6% zu konstanten Wechselkursen. Der Profitabilität wird im zweiten Halbjahr zugutekommen, dass es keine weitere Wertberichtigung des Saatgutbestandes wie im zweiten Halbjahr 2013 geben wird. Für das Gesamtjahr, unter Berücksichtigung des Gewinnwachstums sowie der Reduktion des betrieblichen Umlaufvermögens in Prozent zum Umsatz, wird unser angestrebter Free Cash Flow vor Akquisitionen von rund 1,3 Mrd. USD bestärkt.“

Crop Protection

Selektive Herbizide: wichtigste Marken AXIAL®, Produktefamilie CALLISTO®, DUAL MAGNUM®, BICEP® II MAGNUM, FUSILADE®MAX, TOPIK®
Durch das starke Wachstum in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten sowie in Asien/Pazifik wurden die wetterbedingten Einbussen in Nord- und Lateinamerika mehr als ausgeglichen. Das Getreideherbizid AXIAL® verzeichnete in Europa erneut zweistellige Zuwächse und legte besonders auf der iberischen Halbinsel kräftig zu. Das erfreuliche Wachstum bei den Maisherbiziden DUAL/BICEP® II MAGNUM wurde teilweise durch die Entwicklung bei anderen Maisherbiziden abgeschwächt, die auf reduzierte Anwendungen zurückzuführen war. Der Umsatz mit Sojaherbiziden nahm erheblich zu, weil die Anbauflächen in Nord- und Lateinamerika stark ausgeweitet wurden und ein anhaltender Bedarf an Lösungen zum Resistenzmanagement besteht.

Nicht selektive Herbizide: wichtigste Marken GRAMOXONE®, TOUCHDOWN®
Der Umsatz mit TOUCHDOWN® entwickelte sich rückläufig, weil die Absatzmengen in Nord- und Lateinamerika aufgrund der geringen Profitabilität bewusst beschränkt wurden. Der Preisanstieg setzte sich fort, war aber geringer als 2013. GRAMOXONE® verzeichnete starkes Wachstum in Lateinamerika und Asien/Pazifik, wo der Verbrauch dadurch steigt, dass zunehmend Anbaumethoden mit minimaler Bodenbearbeitung eingeführt werden und die Abhängigkeit vom Jäten von Hand reduziert werden muss.

Fungizide: wichtigste Marken ALTO®, AMISTAR®, BRAVO®, ELATUS™, REVUS®, RIDOMIL GOLD®, SCORE®, SEGURIS™, TILT®, UNIX®
Der frühe Saisonbeginn in Europa führte zu einer höheren Krankheitsbelastung und zu starkem Wachstum im gesamten Portfolio. Der Umsatz mit dem neuen SDHI-Fungizid SEGURIS™ stieg in Europa um mehr als 60%. Auch Lateinamerika verzeichnete trotz trockener Bedingungen einen kräftigen Anstieg des Fungizidumsatzes mit einem hohen Verbrauch von PRIORI Xtra®, bevor im zweiten Halbjahr die vollständige Einführung von ELATUS™ ansteht. In Nordamerika fiel der Fungizidumsatz aufgrund des späten Saisonbeginns geringer aus.

Insektizide: wichtigste Marken ACTARA®, DURIVO®, FORCE®, KARATE®, PROCLAIM®, VERTIMEC®
In Nordamerika war der Insektizideinsatz durch das kalte Wetter ebenfalls geringer, doch in allen anderen Regionen stieg der Umsatz stark an, vor allem in Lateinamerika. Die Haupttreiber waren ACTARA® und DURIVO®, wobei DURIVO® erneut ein Umsatzwachstum von mehr als 50% verzeichnete. In den EU-Ländern führte das Ersetzen von CRUISER® durch FORCE® zu einem kräftigen Umsatzplus bei diesem Produkt.

Seedcare: wichtigste Marken AVICTA®, CRUISER®, DIVIDEND®, CELEST®/MAXIM®, VIBRANCE®
Die zweijährige Suspendierung der Neonikotinoid-Chemie in der Europäischen Union schmälerte den Umsatz mit CRUISER® um 32 Mio. USD. Der Umsatz im Bereich Seedcare wurde zudem durch rückläufige Verkäufe an andere Saatgutunternehmen in Lateinamerika gedämpft. Diese Entwicklungen überdeckten den anhaltenden Erfolg von VIBRANCE®, einem neuen Mittel zur Saatgutbehandlung auf SDHI-Basis für Getreide, Soja und Canola. Dieses Produkt wurde inzwischen in allen Regionen eingeführt und erreichte im ersten Halbjahr einen Umsatz von mehr als 100 Mio. USD.

Seeds

Der Gesamtumsatz für den Bereich Seeds ging zu konstanten Wechselkursen um 1% zurück. Dies war auf die Veräußerung des Frischproduktegeschäfts Dulcinea Farms im Dezember 2013 zurückzuführen. Bereinigt um diese Veräußerung lag der Umsatz von Seeds mit 1% im Plus.

Mais und Soja: wichtigste Marken AGRISURE®, GOLDEN HARVEST®, NK®
Der Umsatz stieg um 2% trotz der rückläufigen Maisanbauflächen in den USA und Brasilien. In Nordamerika sank der Umsatz mit Maissaatgut infolge des Flächenrückgangs in den USA um 4%. Lateinamerika und Europa verzeichneten dagegen ein leichtes Umsatzplus. In Asien/Pazifik kam es aufgrund des anhaltenden Erfolgs der Hybride von Syngenta auf der Basis von tropenspezifischer Genetik zu einem zweistelligen Wachstum. Der Sojaumsatz, der im ersten Halbjahr fast vollständig von den USA getragen wird, wies ebenfalls zweistellige Zuwächse aus, nachdem die Umstellung auf die RR2Y-Technologie abgeschlossen wurde.

Diverse Feldsaaten: wichtigste Marken NK®-Ölsaaten, HILLESHÖG®-Zuckerrüben
Der Umsatzrückgang war vor allem auf Markttrends in Europa zurückzuführen, die auf die außerordentlich starke Saison 2013 folgten. Die Sonnenblumen-Anbauflächen in der wichtigen Region Südosteuropa gingen zurück, und in der Ukraine zögerten Landwirte die Aussaat aufgrund der politischen Unsicherheit hinaus. In den USA beeinflussten Qualitätsprobleme bei Zuckerrüben den Umsatz.

Vegetables: wichtigste Marken ROGERS®, S&G®
Bereinigt um die Veräußerung von Dulcinea ergab sich zu konstanten Wechselkursen ein Umsatzplus von 5%. Die Region Europa, Afrika und Mittlerer Osten zeigt weiterhin solides Wachstum. Bereinigt um die Veräusserung von Dulcinea erhöhte sich der Umsatz in Nordamerika leicht. Lateinamerika und Asien/Pazifik erzielten erfreuliche Zuwächse; bemerkenswert war dabei die Umsatzentwicklung in Südasien, wo Programme zur Produktivitätssteigerung den Kleinbauern die Steigerung ihres vermarktbaren Ernteertrags ermöglichten. (Syngenta) 

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