FGL Schleswig-Holstein: Sommertour nach Papenburg und Bad Zwischenahn

Die diesjährige Sommertour des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein e.V. (FGL) nach Papenburg und Bad Zwischenahn begeisterte die teilnehmenden Mitglieder.

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Die diesjährige Sommertour des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein e.V. (FGL) nach Papenburg und Bad Zwischenahn begeisterte die teilnehmenden Mitglieder.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah – dachte sich das Organisationsteam vom FGL und sollte Recht behalten. Die Sommerfahrt vom 29. bis 31. Mai 2014 führte die 39 bunt gemischten Teilnehmer zwischen neun und 71 Jahren aus Schleswig-Holstein in das benachbarte Niedersachsen. Hier besuchten sie zunächst die Meyer Werft in Papenburg und stellten fest, hier wird in besonderen Dimensionen gemessen. Angefangen bei den Besucherzahlen, über die Quadratmeter-Zahlen bis hin zu Geldsummen: 300.000 Besucher kommen jährlich, um die gigantischen Ausmaße der Fertigungshalle zu bewundern, in denen Schiffe gebaut werden, die teilweise mehr als 700 Mio. Euro kosten. „Die Meyer Werft beeindruckt vor allem mit Größe, aber auch durch die Mitarbeiterführung. Das Familienunternehmen weiß, dass die Mitarbeiter das wichtigste Kapital sind“, lobte Achim Meierewert, Geschäftsführer des FGL.

Die kleine, sehr feine Gartenschau von Papenburg war das zweite Etappenziel der Reise. Am Kanal entlang ging es durch Staudengärten, Wechselflor und Themengärten – immer vor dem Hintergrund des Papenburger Stadtbildes mit seinem Rathaus, historischen Segelschiffen und Meyers Mühle. Bei der Gestaltung der Gartenschau haben auch Eggo Borchers jun. von Borchers Galabau GmbH und Sascha Kleinhaus von der Kleinhaus GmbH mitgewirkt. Sie standen den Kollegen für Fachfragen rund um den kurzen Bauzeitraum seit Juni 2013 und die gestalterischen Besonderheiten zur Verfügung. Harald Mikulla, Geschäftsführer des VGL Niedersachsen und Bremen und der Regionalvorsitzende aus Oldenburg Bernhard Korpis luden die Kollegen zu einem kollegialen Austausch am Pavillon der Landschaftsgärtner ein und gaben einen kurzen Blick hinter die Kulissen.

Ein weiteres Highlight des zweiten Tages war der Besuch im Idylle Borchers. In eleganter, sehr persönlicher Atmosphäre genoss die Landschaftsgärtnerfamilie die regionale Cuisine und den Blick in den Schaugarten samt Schwimmteich. Ein kurzer Impulsvortrag über die logistischen und gärtnerischen Herausforderungen bei der Begrünung von Kreuzfahrtschiff-Decks rundete den Abend ab. „Unsere Zusammenkunft einmal jährlich ist wichtig, um Kontakte zu pflegen. Aber auch der fachliche Input liegt uns bei der Planung am Herzen“, begründet Meierewert die Programminhalte, die in diesem Jahr von den Teilnehmern als besonders unterhaltsam und informativ empfunden wurden.

Interessantes Konzept: Professionelle Arbeitnehmerüberlassung im GaLaBau
Im Rahmen eines spannenden Vortrages stellte Sascha Kleinhaus seinen Personalservice vor, mit dem er Arbeitsspitzen von Branchenkollegen überbrückt. Kleinhausers Straßenbau- und Landschaftsbauunternehmen entsendet qualifizierte Mitarbeiter, um bestehende Kolonnen andernorts zu unterstützen. Das durch die Bundesagentur für Arbeit genehmigte Geschäftskonzept berechtigt Kleinhauser, seine Mitarbeiter anderen Unternehmen des Bauhauptgewerbes sowie des Landschaftsbaus zu überlassen. Die Mitarbeiter werden nach Tarifvertrag bezahlt, um die Abrechnung und die Sozialabgaben kümmert sich die Firma Kleinhaus.

Besuch beim Global Player: Baumschule Bruns in Bad Zwischenahn
Innovative Arbeitsprozesse und die Organisation eines international erfolgreichen Baumschulbetriebes erlebte die Reisegruppe beim Besichtigen des Betriebshofes Bruns am dritten Reisetag. Obwohl sie als Garten- und Landschaftsgärtner fast jedem Wetter etwas abgewinnen können, ließen Sonnenschein und milde Temperaturen die Gesichter noch mehr strahlen, als es per offenem Anhänger, auf Strohballen platziert, durch das Logistikzentrum für Containerpflanzen und den Rhododendronpark in Gristede ging. Die Firma Bruns kultiviert auf 500 ha Fläche mehr als 4.000 Pflanzenarten und ist damit eine der größten Baumschulen Europas.

Beim FGL in Ellerhoop gingen nach der Reise e-Mails mit Rückmeldungen zur diesjährigen Sommerfahrt ein. Gelobt wurde besonders die Verbindung von kollegialem Austausch fernab des Arbeitsalltags mit fachlicher Inspiration. „Jeder, der nicht mit war, hat absolut etwas versäumt“, schrieben zum Beispiel Elke und Peter Möller von Gartenbau E. Möller aus Büchen. 

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