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IG Pflanzenschutz: "Recht muss Recht bleiben"
Die gültige Rechtslage sieht vor, dass der Verkäufer dem Konsumenten beim Kauf von Pflanzenschutzmitteln bestimmte Informationen u.a. zum Risiko der Verwendung „zur Verfügung zu stellen hat“. Die geforderten Informationen findet der Konsument auf der Verpackung eines Pflanzenschutzproduktes. Darüber hinaus liegen auch detaillierte Gebrauchsanweisungen bei. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Beratung in Bau- und Gartenmärkten liegt nicht vor. Die IG Pflanzenschutz versteht deshalb die Aufregung, um die heute von Global 2000 und des oberösterreichischen Landesrats Rudi Anschober präsentierten Ergebnisse bei Testkäufen von Pflanzenschutzmittel in Bau- & Gartenmärkten, überhaupt nicht. „Schon wieder wird seitens einer Protestorganisation und den Grünen ungerechtfertigt Stimmung gegen Pflanzenschutzmittel gemacht und Druck auf den Handel ausgeübt“, kritisiert Christian Stockmar, Vorstand der IG Pflanzenschutz das Vorgehen.
Die österreichischen Bau- und Gartenmärkte arbeiten derzeit intensiv an der Umsetzung der neuen Pflanzenschutzmittelverordnung. Anfang des Jahres fand der erste Schritt dazu statt. Pflanzenschutzmittel sind seither nicht mehr in Selbstbedienung erhältlich und werden in den Geschäften verschlossen aufbewahrt. Im Lebensmittelhandel sind Pflanzenschutzmittel überhaupt nicht mehr erhältlich. Der nächste Schritt erfolgt bis November 2015. Ab dann muss das Verkaufspersonal im Besitz eines Sachkundenachweises sein.
Die heutige Kritik von Global 2000 und dem oberösterreichischen Landesrat erweckt den Eindruck, dass Bau- und Gartenmärkte nicht den gesetzlichen Bestimmungen nachkommen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Der Handel steckt derzeit sehr viel Geld in die Ausbildung des Verkaufspersonals, um den Sachkundenachweis zu erhalten.
Die IG Pflanzenschutz begrüßt die neuen Regelungen im Haus- und Garten-Bereich. Damit wird ein bewussterer und sicherer Umgang mit Pflanzenschutzmitteln gewährleistet. „Schade ist, dass den Bau- und Gartenmärkten nicht die nötige Zeit für die Schulung des Verkaufspersonals gegeben wird, sondern die Übergangsphase bewusst für negative Schlagzeilen genutzt wird“, so Stockmar abschließend. (IG Pflanzenschutz)

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