Bayer CropScience und Targenomix: Forschungskooperation vereinbart

Bayer CropScience und die Targenomix GmbH, Potsdam, eine Ausgliederung des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie, haben eine auf fünf Jahre angelegte Forschungskooperation vereinbart.

Anzeige

Bayer CropScience und die Targenomix GmbH, Potsdam, eine Ausgliederung des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie, haben eine auf fünf Jahre angelegte Forschungskooperation vereinbart. Gemeinsam wollen sie Verfahren der Systembiologie entwickeln und anwenden, um die Steuerung von Genen und Stoffwechselprozesse in Pflanzen besser zu verstehen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen neuartige Wirkstoffe und Pflanzenmerkmale identifiziert und erforscht werden. Daraus sollen innovative Lösungsansätze für den Pflanzenschutz und die Pflanzengesundheit entwickelt werden.

"Ich begrüße diese Forschungskooperation, die darauf ausgerichtet ist, neue molekulare Zielstrukturen zu identifizieren, die für ein gesundes Pflanzenwachstum wichtig sind. Die Entwicklung innovativer Lösungsansätze, mit denen die landwirtschaftliche Produktivität gesteigert werden kann, ist von großer Bedeutung", sagte Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.

"Landwirte weltweit sind dringend auf Innovationen angewiesen, um ihre Erträge und die Qualität ihrer Ernte zu verbessern", erklärte Dr. Axel Trautwein, Leiter des Bereichs Chemische Pflanzenschutzforschung bei Bayer CropScience. Er wies darauf hin, dass Pflanzen einer Vielzahl von biotischen und abiotischen Stressfaktoren ausgesetzt sind, die häufig in Kombination auftreten und einen entscheidenden Einfluss auf die Landwirtschaft weltweit haben. "Die Partnerschaft zwischen Bayer CropScience und Targenomix bringt führende Wissenschaftler zusammen, die mit ihrem gebündelten Wissen dazu beitragen können, die offenen Fragen der Pflanzenbiologie zu beantworten."

"Pflanzen sind komplexe Organismen, die auf zahlreiche äußere Umwelteinflüsse und endogene - im Inneren der Pflanze entstehende - Signale reagieren. Ergebnis dieses Zusammenspiels in biochemischen Prozessen ist das Pflanzenwachstum - und damit letztlich der landwirtschaftliche Ertrag. Systembiologische Ansätze sind der Schlüssel, um diese vielschichtigen Wechselbeziehungen zu verstehen. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre ist das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie zu einer führenden Institution auf dem Gebiet der Pflanzensystembiologie geworden - und Targenomix wird dazu beitragen, dieses Wissen in den industriellen Bereich zu übertragen", sagte Professor Dr. Lothar Willmitzer, Direktor des Max-Planck-Instituts sowie Mit-Gründer und wissenschaftlicher Berater von Targenomix.

"Wir sind stolz darauf, Teil dieser Forschungskooperation mit Bayer CropScience zu sein. Wir sind davon überzeugt, dass aus der Kombination des Wissens beider Unternehmen neue Ideen für die Landwirtschaft hervorgehen werden", fügte Dr. Sebastian Klie, Geschäftsführer von Targenomix und ehemaliger Bioinformatiker am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, hinzu. "Wir möchten auch der Max-Planck-Innovation GmbH, verantwortlich für den Technologietransfer der Institute der Max-Planck-Gesellschaft, unseren besonderen Dank für ihre große Unterstützung dieses Projektes aussprechen."

Zunächst werden zwölf Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Dr. Willmitzer an dieser Kooperation mitwirken. Es ist geplant, die Plattform im Laufe der Kooperation weiter auszubauen.

Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft sowie hochwertige Materialien. Bayer CropScience verantwortet als Teilkonzern der Bayer AG das Agrargeschäft und zählt mit einem Umsatz von 8,819 Mrd. Euro im Jahr 2013 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft. Das Unternehmen bietet seinen Kunden eine herausragende Produktpalette mit hochwertigem Saatgut, innovativen Pflanzenschutzlösungen auf chemischer und biologischer Basis sowie einen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft. Im Bereich der nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen verfügt Bayer CropScience über ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zur Bekämpfung von Schädlingen in Heim und Garten bis hin zur Forstwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt 22.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten.

Über Targenomix
Die Targenomix GmbH wurde im Oktober 2013 gegründet. Sie ist im GO:IN, dem naturwissenschaftlich orientierten Innovations- und Gründerzentrum in Potsdam-Golm, einige hundert Meter vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie entfernt, gelegen. Targenomix hat Kernkompetenzen auf den Gebieten computergestützte Biologie und Systembiologie, quantitative und molekulare Genetik, Biochemie und Zellbiologie. Es ist geplant, die Belegschaft bis zum Jahresende auf 20 Wissenschaftler aufzustocken. Targenomix bietet Serviceleistungen für Unternehmen der Agrarchemie, Pharmazie und Biotechnologie. (Bayer CropScience)  

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.