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Potsdam: Nester des Eichenprozessionsspinners werden abgesaugt
Die Landeshauptstadt Potsdam wird in diesem Jahr bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auf den Einsatz von Bioziden verzichten. Eine entsprechende Mitteilung hat der Bereich Grünflächen den Stadtverordneten gegeben. Sollte der Forstschädling in diesem Jahr auf städtischen Grünflächen und an Straßenbäumen beziehungsweise auf Schulhöfen und an Kitas auf kommunalen Grundstücken auftreten, so sollen die Nester manuell abgesaugt werden.
"Die koordinierte Vorgehensweise aller Beteiligten im Jahr 2013 hat offenkundig zu einer drastischen Reduzierung des Schädlings geführt. So können wir uns wie in den Jahren zuvor erneut auf das Absaugen der Nester im Bereich von Haltestellen, an häufig benutzten Straßen und Wegen sowie auf Spielplätzen und Schulhöfen konzentrieren", sagte Matthias Klipp, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt. Im vergangenen Jahr hat die Landeshauptstadt in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Forst, der Oberförsterei Potsdam, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sowie einigen Wohnungsunternehmen das Biozid Dipel ES teils aus der Luft, teils vom Boden in die Baumkronen gesprüht.
Der erstmalige Einsatz an Straßenbäumen und in öffentlichen Grünflächen im Vorjahr hat zu einer Reduzierung der Befallsdichte des Schädlings um 76% innerhalb des städtischen Eichenbestandes geführt. Vergleichbare Erfolge wurden bei der Behandlung von Flächen der Forsten und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten erzielt. Insgesamt sind etwa 1.500 Hektar Wald-, Park- und Grünflächen aus der Luft sowie mehr als 3.000 Eichen auf öffentlichen Straßen und Plätzen sowie auf städtischen Grundstücken von Schulen und Kindertagesstätten vom Boden aus behandelt worden.
In Folge dessen konnten im Rahmen eines Monitorings durch das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) an insgesamt elf Eichen innerhalb Potsdams, an denen es in 2013 zu einem starken Befall gekommen war, mit jeweils 30 Probenentnahmen keine neuen Eigelege des EPS nachgewiesen werden. "Der erneute Einsatz von Dipel ES ist damit nach dem derzeitigen Erkenntnisstand weder erforderlich noch rechtlich möglich", sagte Herbert Claes, Bereichsleiter Grünflächen der Landeshauptstadt.
Mit den dargestellten Planungen für das weitere Vorgehen entspricht die Landeshauptstadt Potsdam gleichzeitig auch den Empfehlungen der beim Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) tätigen Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.
Meldungen über beobachtete Vorkommen des Eichenprozessionsspinners können über die Potsdamer Behördennummer 115 gemeldet oder dem Bereich Grünflächen unter 0331/2894601 mitgeteilt werden. Weitere Infos gibt es zudem auf www.potsdam.de/eps.

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