Holzasche: Eine neue Nährstoffquelle

Die Nachfrage an Energie wächst; heutzutage werden vermehrt erneuerbare Ressourcen wie z.B. Biomasse genutzt. Bei der Verbrennung von Holz entsteht Asche, die derzeit in Deponien entsorgt wird, da der Anteil metallischer Spurenelemente die in der Schweiz zulässigen Grenzwerte für Recycling-Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen übersteigt.

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Die Nachfrage an Energie wächst; heutzutage werden vermehrt erneuerbare Ressourcen wie z.B. Biomasse genutzt. Bei der Verbrennung von Holz entsteht Asche, die derzeit in Deponien entsorgt wird, da der Anteil metallischer Spurenelemente die in der Schweiz zulässigen Grenzwerte für Recycling-Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen übersteigt. Mit diesem Vorgehen bleibt eine natürliche Nährstoffquelle ungenutzt. Gleichzeitig nimmt die Menge an anfallender Asche im Bereich der erneuerbaren Energien zu.

Auf Anfrage des Unternehmens Romande Energie hat Agroscope eine Studie durchgeführt, um die agronomischen und ökologischen Auswirkungen der landwirtschaftlichen Nutzung dieser industriellen Nebenprodukte einzuschätzen. Bei der untersuchten Holzasche handelt es sich um Rostasche aus der Biomasseanlage (Holzabfälle) Enerbois (Rueyres VD).

Die Studie von Maltas und Sinaj (2013) hat gezeigt, dass diese Asche sowohl bezüglich Kalk als auch bezüglich Kalium ein echtes Nutzungspotenzial in der Landwirtschaft aufweist. Indessen übersteigt ihr Gesamtgehalt an Kupfer (Cu) und Nickel (Ni) leicht die derzeit in der Schweiz zulässigen Grenzwerte für die Ausbringung von Recyclingdünger auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Rostasche aus der Anlage Enerbois könnten jedoch als Quelle für Kalzium (Ca) und Kalium für landwirtschaftliche Kulturen ohne kurzfristiges Toxizitätsrisiko für die Pflanzen verwendet werden. Während die in diesen Aschen enthaltenen Mengenelemente (Ca, K und Mg) in einer für die Kulturen leicht verfügbaren Form vorliegen, sind die metallischen Spurenelemente (Zn, Cu, Ni und Pb) für die Kulturen kaum oder nicht verfügbar. Bei den Böden konnte durch die Anwendung dieser Asche der pH-Wert beträchtlich erhöht werden, und dies in einer für die biologische Aktivität weniger aggressiven Weise als mit Branntkalk (CaO). Durch Verbesserung der chemischen und biologischen Eigenschaften der Böden hat diese Asche die Bildung von Trockensubstanz in beiden untersuchten Kulturen (Sonnenblumen und Sommergerste) angeregt, ohne die Erntequalität zu beeinträchtigen (Gehalt an metallischen Spurenelementen).

Dank der ermutigenden Ergebnisse dieser Studie läuft derzeit mit Partnern aus dem Bereich des Düngemittelhandels ein Projekt zur Entwicklung und Herstellung von mineralischen Phosphat- und Kalidüngern auf der Basis von granulierter Rostasche an. (ACW)

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