Forschung: Junge Blätter verschließen ihre Spaltöffnungen nicht

Wie optimiert eine Pflanze im Laufe ihrer Entwicklung ihr Wachstum und ihre Toleranz gegenüber Wasserstress? Forscher des INRA, der CEA, des CNRS und ein Team der Universität Bristol (England) haben einen neuen Mechanismus bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana entdeckt.

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Wie optimiert eine Pflanze im Laufe ihrer Entwicklung ihr Wachstum und ihre Toleranz gegenüber Wasserstress? Forscher des INRA, der CEA, des CNRS und ein Team der Universität Bristol (England) haben einen neuen Mechanismus bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana entdeckt.

Die Forscher konnten zum ersten Mal aufzeigen, wie ganz junge Blätter ihre Stomata geöffnet halten. Stomata sind Spaltöffnungen der Epidermis (Blattoberfläche), die der Pflanze für den Gasaustausch mit der Atmosphäre dienen. Junge Blätter erwerben schrittweise die Fähigkeit, ihre Spaltöffnungen zu schließen, um Wasserstress zu vermeiden. Werden die jungen Blätter größer und treten aus dem Schutz ihrer benachbarten älteren Blätter, sind sie ebenfalls der sinkenden Luftfeuchtigkeit ausgesetzt.

Dieser Mechanismus ist direkt mit Veränderungen im Stoffwechsel bzw. mit der Wirkung des Pflanzenhormons ABA (Abscisinsäure) verbunden. Diese Entdeckung ermöglicht ein besseres Verständnis darüber, wie sich Pflanzen in trockenen Gebieten durch die Anordnung ihrer Blätter an den Wassermangel anpassen.
INRA – französisches Institut für Agrarforschung
CEA – französische Behörde für Atomenergie und alternative Energien
CNRS – französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung 

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