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Plastiktüten: HDE gegen eine Zwangsabgabe
Der Handelsverband Deutschland (HDE) spricht sich gegen eine Zwangsabgabe auf Plastiktüten in Deutschland aus. Viel effektiver und umweltfreundlicher seien die bestehenden und funktionierenden Rücknahme- und Recyclingsysteme. Die heute von der Deutschen Umwelthilfe vorgeschlagene Abgabe sei der falsche Ansatz.
"Es geht darum, die Vermüllung der Meere und der Landschaft zu stoppen. In Deutschland funktioniert das mit einem funktionierenden Entsorgungs- und Recyclingsystem bereits sehr gut", so HDE-Geschäftsführer Kai Falk. In Deutschland werden die Plastikabfälle beinahe zu 100 Prozent verwertet - wobei die Wieder-verwertungsquote inzwischen bei bis zu 50 liegt. "Die EU und auch die Deutsche Umwelthilfe sollten sich dafür einsetzen, dass die Tüten auch in möglichst vielen anderen Ländern flächendeckend entsorgt und wiederverwertet werden", so Falk.
Der deutsche Einzelhandel bietet seinen Kunden schon heute Alternativen zur Plastiktüte an. Das Spektrum reicht vom Baumwollbeutel oder Papiertüten bis hin zu zertifizierten Bioplastikbeuteln oder Recyclingplastiktüten. Außerdem gibt es bei vielen Händlern die Möglichkeit, Tragetaschen gegen ein Pfand zu bekommen und diese im Anschluss an ihren Gebrauch wieder zurückzugeben.
"Eine Zwangsabgabe auf Plastiktüten würde außerdem neue Umweltprobleme schaffen", so Falk. Denn, wenn zum Beispiel die Tüten bei Obst und Gemüse stark besteuert würden, dann würden die Kunden womöglich auf fertig verpackte Ware ausweichen. Das könnte am Ende zu mehr Lebensmittel- und Verpackungsabfällen in den Haushalten führen. Die Kunden könnten dann nicht mehr kleinere, individuell auf sie zugeschnittene Mengen kaufen. (HDE)

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