Energiepolitik: Sofortentlastung für Verbraucher

Vor der morgigen Koalitionsrunde zur Energiepolitik bekräftigt der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Forderung nach einer grundlegenden Reform der Ökostromförderung. "Die Förderung von Neuanlagen nach dem alten EEG muss schnellstmöglich gestoppt werden", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

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Vor der morgigen Koalitionsrunde zur Energiepolitik bekräftigt der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Forderung nach einer grundlegenden Reform der Ökostromförderung. "Die Förderung von Neuanlagen nach dem alten EEG muss schnellstmöglich gestoppt werden", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Produktion von Ökostrom müsse künftig nach Prinzipien des Marktes erfolgen, sie dürfe nicht weiter auf Subventionen aufbauen. Versuche, das EEG in seiner heutigen Form zu reparieren, lehnte Genth deshalb als untauglich ab.

"Die Energiewende ist ein richtiges und wichtiges Projekt. Aber die Kosten müssen fair verteilt werden", so Genth weiter. Den Handel träfen die steigenden Strompreise gleich doppelt. Zum einen belasteten die Kosten die Unternehmen direkt. Ein durchschnittlicher Supermarkt (500.000 kWh) zahlt im nächsten Jahr 31.200 Euro EEG-Umlage statt heute 26.500 Euro. Das bedeutet eine Steigerung von knapp 20%. Zum anderen hätten die Privathaushalte weniger Geld zum Einkaufen in der Tasche. "Wer den Erfolg der Energiewende will, darf die Verbraucher nicht aus dem Blick verlieren", so Genth. Für sie fordere der HDE eine Sofortentlastung durch die Absenkung der Stromsteuer um zwei Cent je kWh und die Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Energie. (PdH)

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