Horti Vienna: INDEGA-Mitglieder größtenteils unzufrieden

Zum zweiten Mal fand in Wien die Horti Vienna statt. Diese Fachmesse sieht sich selbst als Branchentreff der österreichischen Gärtner und als Tor zu den osteuropäischen Nachbarn.

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Zum zweiten Mal fand in Wien die Horti Vienna statt. Diese Fachmesse sieht sich selbst als Branchentreff der österreichischen Gärtner und als Tor zu den osteuropäischen Nachbarn. Für beide Versprechen blieb sie aus Sicht der INDEGA den Beweis schuldig. Die rund 2400 Besucher haben bei der Mehrzahl der Aussteller keine große Freude ausgelöst. Das größte Kontingent ausländischer Aussteller stellte einmal mehr die INDEGA, wenn auch an verschiedenen Ständen. 38 der 80 Mitgliedsbetriebe der INDEGA waren am Gemeinschaftsstand, über andere Gemeinschaftsbeteiligungen oder als Alleinaussteller vertreten.

Allgemeine Anerkennung fand das Bemühen der Veranstalter. Die H&K Messe hatte mit dem Bundesverband der Österreichischen Gärtner, der Landwirtschaftskammer Österreich und dem BundesGemüsebauVerband Österreich prominente Mitveranstalter an Bord. Mit der Slowakei als Partnerland war zudem ein östlicher Nachbar direkt eingebunden. Trotzdem war die einhellige Meinung, es fehlten Besucher.

Das war sehr bedauerlich, weil die Messe mehr Zuspruch aus der Region und den umliegenden Ländern verdient gehabt hätte. Die stark vertretene deutsche Gewächshausbauindustrie war zwar nicht mit großen Erwartungen nach Wien gestartet, zeigten sich aber zum Teil sehr enttäuscht. Es gab viel Leerlauf an den Ständen. Nur wenige waren noch zufrieden.

Am INDEGA-Gemeinschaftsstand traf dies beispielsweise für Humintech zu. Dr. Yasser Dergham berichtete von vielversprechenden neuen Kontakten nach Rumänien für die Huminsäureprodukte. ?Manchmal reicht dann ein Kunde, um die Messe erfolgreich zu gestalten.? Neben Hunmintech waren B/W Bernd Wewers Unternehmensberatung, mtm Spindler, MVB Marktverband Bremen, Hermann Meyer, Poppen, IPM, STEP, die INDEGA und als Gäste die Baumschule Diderk Heinje sowie die ZINEG am Gemeinschaftsstand beteiligt. Alle stellten die Besucherarmut fest.

Nachfolgend ein paar kurze Statements aus Reihen der INDEGA. "Wir haben nach dem ersten Tag einen Mitarbeiter nach Hause geschickt." (Hermann Meyer). "Wir waren vor kurzem bei den Wiener Baumpflegetagen, da war mehr Interesse." (mtm Spindler) "Ich weiß gar nicht, wieso meine österreichischen Kunden nicht kommen." (Krötz) "Ich habe vorher einige Kunden angerufen, die kannten den Termin gar nicht." (Heinje) "Ich habe ein reges Interesse an meinen Deckenventilatoren registriert und bin zufrieden." (Doll) "Es kamen zwar keine Besuchermassen, aber es gab interessante Gespräche" (IGEBA) "Dadurch, dass wir zu fünft bei unserem österreichischen Partner stehen, geht es noch. Aber insgesamt hätten es mehr Besucher sein dürfen." (Schell). "Die Messe ist aus unserer Sicht ein Desaster." (Kräss). "Noch ok, vor allem der zweite Tag lief geschäftlich ganz gut." (Ebinger) "Etwas mehr als zehn Visitenkarten ist nicht gerade viel." (Poppen) "Dass Besucher kein Interesse haben, kennen wir für uns so nicht." (STEP)

Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Aussteller die Frage, ob sie der Veranstaltung in Wien in zwei Jahren erneut eine Chance geben. Der Aufwand an Stand- und Personalkosten für eine dreitägige Messe ist mit An- und Abfahrt schon recht hoch. Damit ist auch eine hohe Zahl guter Kontakte erforderlich, um unter dem Strich zumindest die Aussicht auf eine schwarze Null zu haben.

Zu den Highlights am INDEGA-Stand zählte der Besuch einer Delegation der russischen Gewächshausbau-Industrie, die derzeit einige Projekte in der Planung hat. Sie ließ sich ausführlich über die ZINEG-Projekte und das Leistungsspektrum möglicher deutscher Partner informieren. (indega)  

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