Niedersachsen: Meyer will gesetzlichen Mindestlohn

Für einen Mindestlohn in der Agrar- und Ernährungsbranche setzt sich Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer auf der Agrarministerkonferenz (AMK) vom 28. bis 30. August in Würzburg ein.

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Für einen Mindestlohn in der Agrar- und Ernährungsbranche setzt sich Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer auf der Agrarministerkonferenz (AMK) vom 28. bis 30. August in Würzburg ein. Dazu sagt Minister Meyer: „In der Land- und Ernährungswirtschaft müssen humane Arbeits- und Lebensbedingungen herrschen und die Arbeitnehmerrechte eingehalten werden. Wir fordern einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro."

Hintergrund der Initiative ist unter anderem die Situation in der niedersächsischen Schlacht- und Zerlegebranche, in der es klare Hinweise auf Lohndumping über Werkverträge mit Beschäftigten aus anderen EU-Mitgliedstaaten gibt. Die Verträge würden häufig mit unzumutbaren Arbeits-, Sozial- und Wohnbedingungen der Betroffenen begleitet - das sei für Niedersachsen ein nicht hinnehmbarer Zustand. Minister Meyer: „Der Bund muss einsehen, dass die Wirtschaft zu freiwilligen Selbstverpflichtungen offenbar nicht bereit ist. Wenn die Bundesregierung humane Arbeitsbedingungen in der Ernährungsbranche erreichen will, beendet sie ihre Blockadehaltung und führt einen gesetzlichen Mindestlohn ein."

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