Frauenquote: Bürokratie ohne positive Wirkung

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion im EU-Parlament um eine Ausweitung der Frauenquote auch auf den börsennotierten Mittelstand stellt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth klar: "Frauenquoten bringen nur zusätzliche Bürokratie, aber nicht den erhofften Nutzen."

Anzeige

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion im EU-Parlament um eine Ausweitung der Frauenquote auch auf den börsennotierten Mittelstand stellt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth klar: "Frauenquoten bringen nur zusätzliche Bürokratie, aber nicht den erhofften Nutzen." Gerade in Krisenzeiten gelte es, mittelständischen Unternehmen als maßgeblichen Treibern von Wachstum und Beschäftigung unter die Arme zu greifen. Neue Auflagen und zusätzliche Bürokratie seien dagegen der falsche Weg.

Der HDE spricht sich grundsätzlich gegen Frauenquoten aus: "Das Geschlecht darf nicht zum entscheidenden Kriterium für die Besetzung von Spitzenpositionen werden. Ich bin mir sicher, dass sich Frauen auch ohne Quote immer stärker durchsetzen werden", so Genth weiter. Der Handel sei hier bereits auf einem guten Weg. Etwa zwei Drittel der drei Millionen Einzelhandelsmitarbeiter sind Frauen. Und auch in den Führungspositionen liegt der Handel mit seinem Frauenanteil über dem Schnitt der Gesamtwirtschaft. Viel wirkungsvoller als eine Frauenquote sei der flächendeckende Ausbau von Kinderkrippenplätzen. Genth: "Echte Gleichberechtigung geht nur mit einem ausreichenden Betreuungsangebot für Kinder. Hier ist die Politik gefordert."(PdH)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.