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HDE: Gebühren für Kartenzahlungen müssen weiter sinken
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert weiter sinkende Gebühren für Kartenzahlungen. Das aktuelle Angebot der Visa-Europe könne nur ein erster Schritt sein. Die Kartenorganisation Visa Europe hat der Europäischen Kommission angeboten, künftig weniger Gebühren bei grenzüberschreitenden Kartenzahlungen sowie nationalen Kartenzahlungen in zehn Ländern zu verlangen. "Die Zusage von Visa zeigt, dass die Luft für derartige Geschäftsmodelle dünner wird. Seit Jahren klagt der HDE gemeinsam mit weiteren Verbänden, dass die Erhebung von Interbankengebühren wettbewerbsrechtlich bedenklich ist und eingeschränkt werden muss. Mit dem nun vorliegenden Angebot von Visa ist allerdings nur ein erster Schritt getan, dem weitere folgen müssen." Die Zusage habe leider kaum Auswirkungen auf die Gebühren in Deutschland, das sich nicht unter den zehn Ländern befindet, für die diese Regelung gilt.
Die von der EU-Kommission begrüßte Vereinbarung mit Visa bringt aber wenigstens in andere Bereiche Bewegung: So könnten Händler dank des sogenannten grenzüberschreitenden Acquirings nun künftig auch Verträge mit Partnern außerhalb Deutschlands für die Kartenakzeptanz eingehen. Auch die Akzeptanz von Visa-Karten von Touristen werde absehbar günstiger. Voraussetzung bleibe allerdings, dass die nun gesenkten Gebühren nicht durch die Anhebung anderer Kostenblöcke wieder aufgehoben werden. Hier müsse die Kommission genau hinschauen.
Binnebößel: "Wir wünschen uns eine klare Regulierung des Kartenbereiches und erwarten vom Gesetzgeber entsprechende Vorschläge. Künftig darf nicht alleine der Wettbewerb auf der Karteninhaberseite im Fokus stehen, sondern es muss auch die Wahlfreiheit auf der Akzeptanzseite gegeben sein. Für viele Händler ist die Akzeptanz von Kreditkarten wie Visa oder Mastercard heute eine Pflicht. Das ist auch den Kartenorganisationen bekannt, so dass sie hier in der Preisgestaltung zu oft völlig freie Hand haben." (PdH)

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