Copa-Cogeca: Fordert mehr Ehrgeiz bei der GAP

Copa-Cogeca begrüßte die Einigung der europäischen Landwirtschaftsminister auf ihr Verhandlungsmandat für die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), forderte jedoch die Aufnahme praktischerer, ehrgeiziger Maßnahmen in das endgültige Paket im Juni.

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Copa-Cogeca begrüßte die Einigung der europäischen Landwirtschaftsminister auf ihr Verhandlungsmandat für die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), forderte jedoch die Aufnahme praktischerer, ehrgeiziger Maßnahmen in das endgültige Paket im Juni. Dies ist überaus wichtig, um eine wirtschaftlich bestandsfähige, nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft zu garantieren.

Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen umriss die wichtigsten Punkte und sagte: „Im Rahmen der heute erzielten Einigung sind die Maßnahmen für eine weitere Ökologisierung der GAP praktischer und flexibler als ursprünglich vorgeschlagen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln muss die Entscheidung der Staatschefs, mit der sicherstellt wird, dass keine Flächen aus der Produktion herausgenommen werden, in das endgültige Paket aufgenommen werden, das im Juni von den Ministern, der Europäischen Kommission und den europäischen Abgeordneten zu vereinbaren ist.“

Pesonen sagte weiter: „Ich begrüße den Beschluss der Minister, die Regelung zur einheitlichen Flächenzahlung fortzusetzen. Diese ist für die neuen Mitgliedstaaten wichtig. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist die Einigung darauf, die Produktliste für die Anerkennung von Erzeugerorganisationen (EOs) auszuweiten. Es ist von zentraler Bedeutung, die Position der Landwirte in der Lebensmittelkette zu festigen, indem Erzeugerorganisationen und Genossenschaften gestärkt werden und die Landwirte so einen besseren Erlös über den Markt erwirtschaften können. Ich bin allerdings sehr enttäuscht darüber, dass die EU-Zuckerquoten nicht bis 2020 verlängert wurden. Dies muss in die endgültige Einigung um Juni aufgenommen werden, um den Erzeugern genügend Zeit zur Anpassung zu geben. Ich begrüße die Initiative der irischen Ratspräsidentschaft, die Schlussfolgerungen der Hochrangigen Gruppe zu den zukünftigen Weinverwaltungsinstrumenten in das Abkommen zur GAP aufzunehmen und freue mich, dass das neue System erst ab dem 1. Januar 2019 gilt. Die Dauer der Regelung muss allerdings überprüft werden, da der Weinsektor Stabilität benötigt. Die jährliche Wachstumsrate sollte nicht mehr als 0,5% betragen.“

Mit Blick auf die europäische Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums begrüßte Pesonen die verstärkte Flexibilität bei den Abgrenzungskriterien benachteiligter Gebiete. „Ich freue mich auch darüber, dass die Investitionsrate für Forstwirtschaftstechnologie verstärkt wurde und dass die Minister anerkennen, dass Wälder in großem Maße zum Greening beitragen.“ Abschließend dankte Pesonen der irischen Ratspräsidentschaft für ihre harte Arbeit und forderte sie nachdrücklich auf, nicht an Schwung zu verlieren, damit die neue GAP im Jahr 2015 vollständig angewendet werden kann. „Die GAP ist nicht nur für die Erzeugung hochqualitativer Lebensmittel von zentraler Bedeutung,“ betonte Pesonen, „sondern auch für Wachstum, Arbeitsplätze und die Umwelt – sie ist eine wichtige Triebkraft für die Wirtschaft in den ländlichen Gebieten der EU.“ (co-co) 

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