Westfalen-Lippe: Zentrale Freisprechung

Insgesamt 155 junge Gärtnerinnen und Gärtner aus 29 kreisfreien Städten und Kreisen in Westfalen-Lippe haben ihre Abschlussprüfungen im Winterhalbjahr bestanden.

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Insgesamt 155 junge Gärtnerinnen und Gärtner aus 29 kreisfreien Städten und Kreisen in Westfalen-Lippe haben ihre Abschlussprüfungen im Winterhalbjahr bestanden. Auf der zentralen Freisprechungsfeier im Gartenbauzentrum Münster-Wolbeck erhielten sie die Urkunden zu ihren erworbenen Fähigkeiten.

80% der Absolventen – 125 junge Frauen und Männer – haben den Gärtnerberuf in der Fachrichtung „Garten- und Landschaftsbau“ erlernt. Die zweitstärkste Gruppe stellte mit 11 Absolventen die „Friedhofsgärtnerei“ gefolgt von „Zierpflanzenbau“ (9), „Gemüsebau“ (5), „Baumschule“ (4), und „Staudengärtnerei“ (1).

Veranstaltet wurde die zentrale Freisprechungsfeier von den Kreisverbänden des Gartenbaus in Westfalen-Lippe, dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen (GaLaBau NRW) sowie der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Wie Johannes Frizen, Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, betonte, haben sich in den vergangenen Wochen landesweit 400 Azubi prüfen lassen. Insgesamt gebe es in NRW derzeit knapp 4.900 Auszubildende im Gartenbau. Damit beginnt bundesweit gesehen ein Viertel des gärtnerischen Nachwuchses seine berufliche Laufbahn in NRW.

„Die Absolventen von heute sind die Vorbilder von morgen“, erinnerte Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen, in seiner Festrede alle jungen Gärtnerinnen und Gärtner daran, dass sie jetzt als Fachkräfte nicht mehr einfach wie früher als Azubi mit den „Schultern zucken“ können, wenn Kunden oder der nächste Berufsnachwuchs fachbezogene Fragen stellen. Es gelte daher, nach einer kurzen Pause, berufliche Fähigkeiten weiter zu entwickeln. „die nachfrage nach guten Fachleuten ist groß.“ „Wer nicht lernt, kann nicht richtig leben“, verdeutlichte Helmut Rüskamp, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Westfalen-Lippe. Er appellierte an den Nachwuchs, nicht nur im Beruf aktiv zu sein, sondern auch in Ehrenämtern in Politik, Vereinen oder dem gärtnerischen Berufsstand. „Wer sich in der Gesellschaft engagiert, findet Freundschaften und Unterstützung fürs Leben“, sprach er aus eigenen Erfahrungen.

Auch Lothar Ney, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfälischer Gartenbaulehrer, ermutigte die Absolventen in ihrem erlernten Beruf mehr Verantwortung zu übernehmen: „Wer hoch bauen will, muss tief gründen.“ Während der Berufsausbildung sei viel Wissen eingegraben worden. Manches werde irgendwann wieder aus der Tiefe hervorgehoben. Denn die Grundlage sei geschaffen. Ferner wurden die beste Prüfungsabsolventen geehrt. In der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau waren dies Katharina Franz aus Bochum, Mimoun Koubaa aus Bochum und Marc Schlafke aus Marl. Beste Absolventen in den übrigen Fachrichtungen sind Margarete Ribbecke aus Bornheim (Gemüsebau) und Malte Vollmer aus Bottrop (Zierpflanzenbau). (pcw) 

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