EEG-Umlage: Ausufernde Ausnahmen belasten Verbraucher

Der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisiert die seit dem 1. Januar deutlich gestiegene Zahl der Unternehmen, die von Ausnahmeregelungen bei der EEG-Umlage profitieren.

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Der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisiert die seit dem 1. Januar deutlich gestiegene Zahl der Unternehmen, die von Ausnahmeregelungen bei der EEG-Umlage profitieren. Die großzügigen Sonderregelungen würden zu erheblichen Mehrbelastungen bei Verbrauchern und nicht befreiten Unternehmen führen.

"Für jedes Unternehmen, das von der EEG-Umlage befreit ist, müssen die übrigen Energie- Verbraucher die Zeche zahlen. Das trifft einerseits die privaten Haushalte und andererseits auch oft Handelsunternehmen", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Ausnahmen kosten die Verbraucher in Deutschland im Jahr 2013 insgesamt bis zu 4 Mrd. Euro.

"Die Zahl der Ausnahmeregelungen bei der EEG-Umlage hat sich laut dem zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zum ersten Januar 2013 von rund 700 Unternehmen auf wohl 1500 bis 2000 erhöht. Ähnlich sieht es bei den Netzentgelten, die für die Nutzung öffentlicher Stromleitungen fällig werden, aus. Die vielen Ausnahmen sorgen in diesem Bereich dafür, dass die Strom-Verbraucher pro Jahr rund 800 Mio. Euro im Jahr zusätzlich zahlen müssen. Ausnahmen für energieintensive Unternehmen, die zugleich im internationalen Wettbewerb stehen sind sicherlich richtig. Die Gewährung der Ausnahmen muss aber in der Praxis endlich deutlich strenger überprüft werden", so Genth weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse ihre entsprechende Zusicherung aus dem Herbst 2012 jetzt dringend in die Tat umsetzen. (PdH)

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