Handelsjournal: Der ehrbare Kaufmann

"Dem Menschen Gutes tun: Das klingt nicht nur gut, sondern muss die Grundlage unseres Wirtschaftens sein gerade angesichts unseres oft schwierigen Images in der Öffentlichkeit", betont HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in der Dezember-Ausgabe des handelsjournals.

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"Dem Menschen Gutes tun: Das klingt nicht nur gut, sondern muss die Grundlage unseres Wirtschaftens sein gerade angesichts unseres oft schwierigen Images in der Öffentlichkeit", betont HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in der Dezember-Ausgabe des handelsjournals. Kaufmännische Tugend: So nennt er diese Grundhaltung: "Wir diskutieren heute über Compliance oder einen Code of Conduct und meinen damit aber genau dasselbe: nämlich eine selbstverständliche Ehrlichkeit, eine Zuverlässigkeit im Handeln und eine Gradlinigkeit im Denken." Dieses Denken hat eine jahrhundertealte Tradition. Es handelt sich, so hat der Berliner Wirtschaftswissenschaftler Daniel Klink erforscht, um ein vorrangig europäisches Leitbild, das in die Antike zurückreicht und später von den venezianischen Handelskaufleuten geprägt wurde. Diese hatten sich einen Verhaltenskodex, eine Art freiwillige Selbstkontrolle verordnet, um dauerhaft Geschäfte machen zu können. "Wenn ein Manager nicht weiß, was nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, gefährdet er den Bestand seines Unternehmens. Wenn viele Unternehmer dies nicht wissen, destabilisieren sie Staat und Gesellschaft." Daniel Klink, Wirtschaftswissenschaftler und Berater, glaubt zwar an eine moralisch einwandfreie Grundhaltung der meisten Chefs. "Aber", sagt er, "dieses alte Leitbild droht in Vergessenheit zu geraten." (PdH)

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