Rathenower Weinberg: Ideenworkshop zur Gestaltung

Manchmal ist WENIGER nicht MEHR. Und manchmal brauchen auch Planer und Gartenschau-Experten einen kreativen Input von außen. Diese beiden Sätze umreißen kurz, worum es bei dem in den letzten beiden Tagen stattgefundenen Ideenworkshop zur zukünftigen BUGA-Gestalt des Rathenower Weinbergs ging.

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Manchmal ist WENIGER nicht MEHR. Und manchmal brauchen auch Planer und Gartenschau-Experten einen kreativen Input von außen. Diese beiden Sätze umreißen kurz, worum es bei dem in den letzten beiden Tagen stattgefundenen Ideenworkshop zur zukünftigen BUGA-Gestalt des Rathenower Weinbergs ging. Dabei spielte natürlich auch die langfristige Gestaltung des Parks, die weit über den BUGA-Zeitraum hinausgeht, eine entscheidende Rolle.

Mitarbeiter der Bauverwaltung der Stadt Rathenow, unter anderem der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Jürgen Lemle, drei Landschaftsarchitektenbüros, Gabriele Hebenstreit von der "Unteren Naturschutzbehörde" des Landkreises Havelland, Beteiligte des Projektes "Kirche und BUGA 2015" und Teammitglieder der "Gärtnerisch-technische Durchführung" sowie der "Gärtnerischen Ausstellung" des BUGA-Zweckverbandes trafen sich, um das Bauvorhaben "Weinberg Rathenow" zu konkretisieren und neue gestalterische Ideen zu finden.

Das Rathenower Restaurant "Zum Alten Hafen" war der Ort des Geschehens. Nahe des Weinbergs gelegen, wurde hier nach dem neuen kreativen Input gefahndet. Die Ideen sollen, unter Beachtung der bereits gesetzten investiv-gärtnerischen Themen, das Spektrum dessen erweiteren, was ohne Workshop zur Bundesgartenschau 2015 Havelregion auf dem Weinberg zu sehen sein würde. Zu beachten waren aber auch naturschutzrechtliche Belange gehört doch der Weinberg zum Landschaftsschutzgebiet "Westhavelland".

Gesetzt waren bis jetzt ein Dahlienhain, ein Rhododendrenhain, ein Areal für die Präsentation von Neuheiten bei deutschlandweit agierenden Jungpflanzenproduzenten, der FUN-Spielplatz südlich des Bismarckturms, der Senk- und Staudengarten nördlich des Bismarckturms und der BUGA-Brückenzugangsbereich im Nordwesten des Parks. Doch das reicht für eine BUGA nicht aus. "Der Weinberg ist von seiner grundsätzlichen Struktur her ein sehr interessanter Park. Wir denken aber, das BUGA-Besucher einfach mehr erwarten als das, was bis jetzt geplant ist", stellten Frank Schröder, der gärtnerisch-technische Leiter der Gartenschau, und Rainer Berger, der Leiter der gärtnerischen Ausstellungen beim BUGA-Zweckverband, übereinstimmend fest.

Moderiert wurde die gesamte Veranstaltung vom Hallenser Künstler Sven Großkreuz. Strukturiert und sachlich begleitete er den Workshop. Am Ende des Treffens wurde folgende erste Bilanz als Analyse und Ausblick in die Abschlussrunde gegeben:
1.) Wegesystem optimieren/klammern. Haupt- und Nebenwege definieren
2.) Wegebelag erneuern/vereinheitlichen BUGA-kompatibel gestalten
3.) dauerhafte städtebauliche Anbindung des Weinbergs gewährleisten
4.) zukünftige touristische Anbindung des Weinbergs bedenken
5.) Brückenkopfplatz als wichtiges ästhetisches Element am Zugang des Parks verorten

Nun muss vonseiten der Stadt Rathenow und im BUGA-Zweckverband geprüft werden, welche Vorschläge realistisch und tatsächlich umsetzbar sind. Dabei ist die Stadt Rathenow für die langfristigen investiven Baumaßnahmen zuständig, während sich der BUGA-Zweckverband mit den temporären Baumaßnahmen beschäftigt. "Mit dieser Analyse können wir gut weiterarbeiten", so Dr. Hans-Jürgen Lemle nach der Abschlusspräsentation am Donnerstagabend. Auch Michael Arndt vom "IbB Ingenieurbüro für Bauleitung Arndt" sieht das ähnlich und resümierte zufrieden: "Ich fühle mich nun auf einem guten Weg." Michael Arndt ist der Projektsteuerer für die investiven BUGA-Baumaßnahmen der Stadt Rathenow.  

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