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Norwegen: Anstieg der Lebensmittelzölle
Zum Schutze der einheimischen Lebensmittelproduktion möchte Norwegen die Zölle für wichtige Nahrungsmittel erhöhen. Bei der EU-Kommission stößt das Vorhaben auf wenig Begeisterung.
Mit höheren Einfuhrzöllen möchte Norwegens Regierung die eigene Landwirtschaft vor der ausländischen Konkurrenz schützen. Mehr als die Hälfte der norwegischen Lebensmittel stammt zurzeit aus dem Ausland, die meisten davon aus dem EU-Raum. Die Zollerhöhung für wichtige Lebensmittel soll bereits ab 2013 einsetzen, wie der norwegische Landwirtschaftsminister Tryvge Slagsvold Vedum gemäß der Nachrichtenagentur "SDA" mitteilte. Höhere Abgaben seien beispielsweise für Hartkäse, Lamm- und Schweinefleisch vorgesehen. Teil der Strategie sei des Weiteren eine Erhöhung der Zollsätze für aus Dänemark eingeführte Käsesorten um 250%. Bereits umgesetzt habe Norwegen eine Einfuhrabgabe über 72% für bestimmte Blumensorten.
In einer Zeitung habe die EU-Kommission bereits gegen die Pläne Norwegens protestiert, wie die "SD"A berichtet. Eine Änderung der Zolltarife sei mit den bestehenden Abkommen unvereinbar, heißt es in Brüssel. Norwegen sei zwar nicht Mitglied der EU, jedoch Teil des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), der auch die Schweiz angehört. (lid)

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