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HDE: Präsident kritisiert Energiepolitik
Der Handelsverband Deutschland (HDE) betrachtet die aktuelle Energiepolitik und die steigenden Strompreise mit großer Sorge und hat sich deshalb mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. "Allein die heute im Kabinett beschlossene Offshore-Umlage wird die Handelsunternehmen in Deutschland jährlich mit etwa 100 Mio. Euro belasten. Das ist zusammen mit den immer höheren Belastungen aus der EEG-Umlage für viele Händler nicht mehr tragbar", so HDEPräsident Josef Sanktjohanser. Aktuell zahlt der Handel jährlich rund 1,7 Mrd. Euro für die EEG-Umlage, die derzeit diskutierten Kostensteigerungen würden bei den deutschen Handelsunternehmen zu jährlichen Mehrkosten von 780 Millionen Euro führen. Der HDE fordert deshalb eine Deckelung dieser Umlage und eine Finanzierung der Mehrkosten über die Verringerung der Ausnahmetatbestände für energieintensive Unternehmen oder über bestehende Steuereinnahmen.
"Der Handel steht zu den Zielen der Energiewende, allerdings müssen die Kosten gerecht verteilt und für die Wirtschaft tragbar sein. Für den mittelstandsgeprägten Einzelhandel stellt jede Erhöhung der Strompreise eine große Herausforderung dar und kann zu existenziellen Problemen führen", so Sanktjohanser weiter. Der Einzelhandel werde durch steigende Strom- und Energiekosten zusätzlich auch noch indirekt getroffen. Die zusätzlichen finanziellen Belastungen wirken sich negativ auf Binnennachfrage und Konsum aus. Höhere Stromkosten seien deshalb gerade mit Blick auf die ökonomisch stabilisierende Wirkung der Binnenkonjunktur in Zeiten der Euro-Krise Gift. Die Verbraucher dürften hier nicht für Fehlplanungen beim Ausbau des Kraftwerkparks und des dafür nötigen Netzes zur Kasse gebeten werden. (PdH)

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