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Copa-Cogeca: Begrüßt Debatte zur zukünftigen GAP
Copa-Cogeca begrüßte heute die Debatte der EU-Landwirtschaftsminister zur zukünftigen GAP und forderte kräftigere und wirksamere Maßnahmen zur besseren Marktverwaltung und der Hilfeleistung an Landwirte, mit zunehmender Marktvolatilität umzugehen.
Copa-Präsident Gerd Sonnleitner mahnte in einem Gespräch mit dem neuen amtierenden Ratspräsidenten und zypriotischen Landwirtschaftsminister, Herrn Sofoclis Aletrasis: "Das Niveau der gegenwärtigen Sicherheitsnetze ist seit über einem Jahrzehnt nicht geändert worden. Die Landwirte sehen sich wachsenden Herausforderungen gegenüber und stehen unter dem Druck hoher Produktionskosten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Maßnahmen der Marktverwaltung die Erzeuger in die Lage versetzen, Zeiten niedriger Marktpreise und/oder starker Kostensteigerungen zu überbrücken. Copa-Cogeca fordert, dass die Sicherheitsnetze und Marktverwaltungsmaßnahmen verstärkt und aktualisiert werden. Dies ist auch eine Forderung vieler EU-Landwirtschaftsminister. Es müssen zum Beispiel der EU-Interventionspreis für Butter und Magermilchpulver sowie der Referenzpreis für die Auslösung der Beihilfe zur privaten Lagerhaltung von Olivenöl aktualisiert werden, um den höheren Produktionskosten für die Landwirte Rechnung zu tragen."
Er sagte weiter: "Die EU-Märkte sind auch zunehmend mit dem Weltmarkt statt mit dem Zeitraum verflochten, in dem die europäische Erzeugung anfällt. Gerade deshalb fordert Copa- Cogeca, dass die Interventionsperiode für Milch über das ganze Jahr ausgeweitet und die Beihilferegelung zur privaten Lagerhaltung auf Erzeugnisse wie Käse, Hanf, Hopfen oder Trockenfutter ausgeweitet wird. Im Weinsektor müssen die Pflanzrechte erhalten bleiben, um einen ausgewogenen Weinmarkt sicherzustellen. Diese Forderung fand bereits Rückhalt bei 15 Mitgliedstaaten sowie bei Europa-Abgeordneten."
Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen unterstrich seinerseits den Nutzen einer breitgefächerten und wirksamen Palette von auf Freiwilligkeit basierenden Instrumenten des Risikomanagements, die Landwirten zur Verfügung stehen - wie Versicherungen und Fonds auf Gegenseitigkeit. "Diese werden Landwirten helfen, besser mit der zunehmenden Marktvolatilität umzugehen, und sie vor Risiken wie Ausbrüchen von Tier- und Pflanzenkrankheiten oder Witterungsextremen schützen. Copa-Cogeca begrüßt, dass diese Instrumente wieder in die GAPVorschläge der Kommission zur ländlichen Entwicklungspolitik eingeordnet wurden, was den Mitgliedstaaten ein gewisses Maß an Flexibilität bei der Umsetzung der Maßnahmen einräumen wird. Copa-Cogeca muss aber mit Enttäuschung feststellen, dass die bestehenden Instrumente nicht verstärkt wurden und eine Reihe von praktischen Umsetzungsproblemen noch nicht gelöst werden konnten. Copa-Cogeca begrüßt die bisherige Arbeit im Rat und ruft die zypriotische Präsidentschaft auf, weiter an der Revision der geltenden Kriterien zu arbeiten, um die Bewertung von Produktionsausfällen ab Hof zu erleichtern, den Anwendungsbereich der neuen Instrumente der Einkommensstabilisierung auszuweiten und zusätzlich zu Fonds auf Gegenseitigkeit auch Versicherungsverträge einzubeziehen, einen nationalen Rahmen mit einer einheitlichen Haushaltszuweisung für Instrumente des Risikomanagements zu ermöglichen und schließlich in Bezug auf Instrumente des Risikomanagements den kollektiven Ansatz über Gruppen von Landwirten zu verstärken. Entsprechende Maßnahmen müssen freiwillig gehalten werden - auf Ebene der Mitgliedstaaten wie auch für den Einzellandwirt."
"Es kommt auch wesentlich darauf an, die Position der Erzeugerorganisationen (EOs), wie Genossenschaften, in der Lebensmittelkette zu stärken, um der wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln weltweit zu begegnen und Landwirte in die Lage zu versetzen, bessere Erlöse aus den Märkten zu erwirtschaften. Im Zuge der Reform der EU-Regelungen für Obst und Gemüse und Milch konnte die Rolle der Erzeugerorganisationen verbessert werden. Dies muss auch in anderen Sektoren geschehen, wobei ausreichend Flexibilität einzuräumen ist, um den Besonderheiten eines jeden Sektors Rechnung zu tragen." (Quelle: co-co)

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