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Gartensalate: Ernte läuft auf Hochtouren
Die Salaternte ist in vollem Gange. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilt, werden in Niedersachsen rund 3.400 Hektar mit Gartensalaten bestellt, das sind rund 18% der gesamten Gemüseanbaufläche (19.000 ha). Dank des ausgeglichenen Seeklimas eignet sich Norddeutschland hervorragend für den Salatanbau. Bei den Salaten wird aufgrund ihrer Form und ihres Aufbaues nach Kopfsalat, Blatt-, Schnitt- oder Pflücksalat sowie Römischem Salat unterschieden. Zu den Kopfsalaten gehören die Buttersalate, deren Blätter zart und weich sind und je nach Sorte von milchig weiß bis hin zu dunkelgrün variieren. Oft sind die Kopf bildenden Blätter und die Umblätter verschieden gefärbt. Der Blattrand ist glatt oder nur leicht gezahnt.
Der Eissalat, auch Krachsalat genannt, gehört ebenfalls zu den Kopfsalaten. Durch stetige Blattausbildung und -krümmung entstehen große und sehr feste Köpfe. Eissalat wird ohne Umblatt geschnitten, in Folie eingetütet verkauft und in der Küche aufgrund seiner festen Struktur geschätzt.
Blatt-, Schnitt- bzw. Pflücksalate bilden keinen Kopf, sondern stark beblätterte Rosetten. Bei den Blattsalaten gibt es viele unterschiedliche Farben und Formen. Geerntet wird die ganze Rosette, bei Mehrfachernte nur die großen Blätter. Im Erwerbsanbau spielen vor allem Eichblattsalate, die roten Lollo rossa-Salate und grünen Lollo bionda-Salate eine Rolle. Viele Pflücksalate werden unter dem Begriff „baby leaf lettuce“ vermarktet.
Der Römische Salat hat eine lang gestreckte Form mit mehr oder weniger festen Köpfen. Die Blätter sind hell- bis sattgrün mit einer leichten rötlichen Blattrandfärbung. Er kann als Salat, aber auch als Gemüse zubereitet werden. Die sogenannten „Little-Gem-Typen“ bilden kleine, feste Köpfe und werden ohne Umblatt als „Salatherzen“ verkauft.
In der heutigen Ernährung spielt Salat eine wichtige Rolle. Knackig und frisch ist er der Inbegriff der gesundheits- und figurbewussten Küche und gleichzeitig ein Hochgenuss für den Gaumen. Seinen leicht bitteren Geschmack verdankt der Salat besonderen Alkaloiden, die ihm auch seine erfrischende und appetitanregende, bei Ermüdungserscheinungen anregende Wirkung verleihen.
Gartensalate werden überwiegend roh, zum Teil aber auch gekocht oder gedünstet zubereitet. Ihre hohen Gehalte an Vitaminen, Mineralstoffen und organischen Säuren wie Apfel-, Zitronen- und Bernsteinsäure machen sie so gesund. Aber auch wegen der Ballaststoffe und der geringen Energiedichte (Salat besteht zu 95% aus Wasser) sind Salate in der Ernährung so wertvoll. (lwknds)

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