REWE: Will bei Plastiktüten fossile Ressourcen schonen

Die REWE Group hat sich mit den Herstellern ihrer petro- und pflanzenbasierten Plastiktüten darauf verständigt, die tatsächliche Kompostierungspraxis in Deutschland zu überprüfen. Zugleich empfindet die REWE Group die Darstellung der Deutschen Umwelthilfe als Irreführung der Öffentlichkeit über die tatsächlichen Umweltziele der Tüten.

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Die REWE Group hat sich mit den Herstellern ihrer petro- und pflanzenbasierten Plastiktüten darauf verständigt, die tatsächliche Kompostierungspraxis in Deutschland zu überprüfen. Zugleich empfindet die REWE Group die Darstellung der Deutschen Umwelthilfe als Irreführung der Öffentlichkeit über die tatsächlichen Umweltziele der Tüten. REWE betrachtet das Angebot dieser Tragetaschen als einen ersten Schritt, weniger fossile Ressourcen wie Mineralöl einzusetzen: Denn die Tüten bestehen zu 30 Prozent aus pflanzenbasierten Rohstoffen.

REWE Group-Konzernsprecher Martin Brüning erklärte dazu am Donnerstag in Köln:
"Wir haben den Verkauf der Plastiktüten aus Mineralöl und pflanzlichen Rohstoffen ausgesetzt bis neue Erkenntnisse vorliegen. Mit diesem Schritt wollen wir dafür sorgen, dass es bei unseren Kunden nicht zu Verunsicherung über die tatsächliche Umweltverträglichkeit dieser Tragetaschen kommt. Wir werden erneut sorgfältig prüfen lassen, ob die Kompostierbarkeit der Tüten auf der Basis der DIN EN 13432 in Deutschland umfassend gewährleistet ist. Die DUH selbst hat durch ihre Darstellung die Öffentlichkeit über unsere Umweltziele nach unserem Empfinden in die Irre geführt. Mit der Einführung dieser Plastiktüten wollten wir einen Beitrag leisten, dass weniger fossile Ressourcen wie Mineralöl eingesetzt werden. Auf dem Weg dazu war die als Alternative zur herkömmlichen Plastiktüte gedachte Variante aus unserer Sicht ein wichtiger erster Schritt.

Denn die DUH wurde im Vorfeld ihrer öffentlichen Angriffe gegen REWE umfassend von der REWE Group beziehungsweise von den Herstellern der Tüten und des eingesetzten Kunststoffes ECOVIO über alle Details informiert. Ein langer, insgesamt 18 Punkte umfassender Fragekatalog der DUH wurde Ende Februar eingehend beantwortet. Wir sind davon ausgegangen, dass diese Antworten die Basis für einen Dialog mit der DUH über die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten umweltverträglicher Kunststoffe und Plastiktüten sein würden. Stattdessen benutzt die Organisation die recherchierten Informationen derart, dass sie nicht zur Aufklärung der Verbraucher, sondern zu deren Verunsicherung beitragen. Eine sachliche Diskussion über die tatsächliche Umweltverträglichkeit der Bioplastiktüten hat uns die DUH zu keiner Zeit angeboten."

REWE werde jetzt gemeinsam mit unabhängigen Experten sowie mit den Herstellern der Tüten und des Kunststoffes die Kompostierbarkeit der Tragetaschen auf der Basis der DIN EN 13432 nochmals eingehend überprüfen und dann entscheiden, wie das Umweltziel der Ressourcenschonung bei Plastiktüten am besten zu erreichen ist. Zudem werde geprüft, die Auslobung und den Aufdruck der Tüte so zu verändern, dass es zu keinen Missverständnissen beim Verbraucher kommen kann. (rewe)

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