ÖKO-TEST: Untersucht torffreie Blumenerde

Eine aktuelle Analyse des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, dass zwar neun von zehn der untersuchten torffreien Blumenerden auch tatsächlich als "torffrei" bezeichnet werden können.

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"Durch den Torfabbau werden Moore zerstört. Dabei können Moore doppelt so viel CO2 speichern wie alle Wälder der Erde. Deshalb ist es wichtig, dass Verbraucher beim Einkauf im Gartencenter auf torffreie Erde achten, um das Ökosystem Moor zu schützen." Das schreibt das Verbrauchermagazins ÖKO-TEST. Eine aktuelle Analyse zeige, dass neun von zehn der untersuchten torffreien Blumenerden auch tatsächlich als „torffrei“ bezeichnet werden könnten. In einem Produkt fand das Labor jedoch erhebliche Anteile an Torf. Auch die anderen enthielten kleine Mengen, was auf eine Verunreinigung durch die Mischanlagen zurückzuführen sei. ÖKO-TEST bemängelt aber, dass die Hersteller sehr intransparent arbeiten: Keiner konnte einen Prüfbericht darüber vorlegen, ob und wie kontrolliert wird, dass in torffrei deklarierten Produkten tatsächlich kein Torf enthalten ist. Auch auf die Frage, woher der Torf in den torfhaltigen Produkten aus dem weiteren Sortiment stamme, erhielt das Verbrauchermagazin von keinem Anbieter einen harten Nachweis. Hier sei etwas mehr Transparenz wünschenswert.

Die Laboranalyse brachte außerdem ans Licht, dass in drei Blumenerden Cadmium in nicht unerheblicher Menge stecke. Dieses Schwermetall könne von den Pflanzen aufgenommen werden. In einer Blumenerde seien polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gefunden worden. Einige Verbindungen, die zu dieser Stoffgruppe gehörten, seien krebserzeugend. Ein weiterer Kritikpunkt: Zwar hätten alle Anbieter den Gehalt an löslichen Nährstoffen, Salzgehalt und pH-Wert auf der Verpackung deklariert, aber nicht immer hätten die Labore auch jene Werte gefunden.

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2012 gibt es seit dem 30. März 2012 im Zeitschriftenhandel. (ökotest/red)

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