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Blumenkauf: Frische, Qualität und Vertrauen
Blumen- und Pflanzenkauf ist Vertrauenssache. Das gilt für Verbraucher, das gilt natürlich auch für den Blumenfachhandel. Einer Rose beispielsweise sieht man auf den ersten Blick nicht an, wie lange sie optisch attraktiv bleiben wird. Klar, ein kräftiger Stiel, frischgünes Laub und eine Knospe, die Farbe zeigt, und leicht geöffnet ist, sind äußere Anzeichen für Qualität. Wie aber sieht es mit den inneren Werten der Rose aus? Die bleiben den Einkäufern zunächst einmal verborgen. Nicht aber den Experten der Forschungsanstalt Geisenheim. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ludger Hendriks ist Sarka Spinarova, Diplom Ingenieurin und Doktorandin, im Bereich Rosen auf der Spurensuche nach langer Haltbarkeit. Vereinfacht gesagt hat sie ein Verfahren entwickelt, mit dem sie quasi mit Rosen kommunizieren kann. Wer sich dafür interessiert, findet genauere Informationen auf der Internetseite der Forschungsanstalt Geisenheim.
Herausgefunden hat Sarka Spinarova übrigens auch, dass die Haltbarkeit von Rosen durchaus sortenspezifisch ist. Dass eine reinweiße Akito nicht so lange hält wie eine "Avalanche". Wobei die Expertin zugeben musste, dass es Gärtner gibt, die es schaffen, eine "Akito" mit längerer Haltbarkeit zu kultivieren als ihre Kollegen.
Übrigens: Auf die Frage von Kunden nach der geringen Haltbarkeit von Duftrosen gibt es laut Prof. Dr. Hendriks eine einleuchtende Antwort: Diese Blüten produzieren verstärkt das Reifegas Äthylen (das auch reifendem Obst entströmt) und sorgen so selbst für eine schnellere Vergänglichkeit.
Apropos Vergänglichkeit. Im Grunde liegt der besondere Reiz darin, hautnah mitzuerleben, wie sich "um bei der Rose zu bleiben" die Blüte langsam öffnet, ihre volle Pracht entfaltet und dann ihre Farbe verblasst, das Laub vergilbt. Damit zeigt sie an: Jetzt ist es Zeit für eine frische Blütenpracht.
Dieser Vergänglichkeitsprozess soll in einer angemessenen Zeit ablaufen und ist je nach Art unterschiedlich lang. Das gilt es, dem Verbraucher im Verkaufsgespräch zu erläutern. Zarte Blüten wie etwa Anemonen oder Vergissmeinnicht mit dem vielen Laub halten nur wenige Tage, Anthurien oder Proteen, aber auch Nelken und einige Rosensorten viele Tage bis zu mehreren Wochen.
Das alles wissen die Marktbeschicker auf dem Blumengroßmarkt entweder, weil sie die Ware selbst produzieren oder aber die Gärtner kennen, von denen sie die Sortimente beziehen. Ein Endverkaufsbetrieb aus dem Norden Deutschlands kann darum auf seiner Internetseite wie folgt werben:
Wir kaufen Schnittblumen auf dem Blumengroßmarkt Hamburg, dem Frischezentrum im Norden und zwar bevorzugt bei Erzeugern aus der Region. Der Wareneinkauf liegt uns sehr am Herzen, und wir wissen genau, welcher Gärtner wann und unter welchen Bedingungen die Schnittblumen angebaut hat. Generell haben wir das, was gestern auf dem Feld oder im Gewächshaus geerntet wurde, heute in unserem Geschäft. Frischer geht es kaum! (Quelle: Blumengrossmarkt Hamburg)

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