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Statistik: Blumenmarkt in Deutschland
102 Euro hat (statistisch gesehen) jeder in Deutschland lebende Mensch 2010 für Blumen und Pflanzen ausgegeben. Das entspricht einem Marktvolumen von knapp 8,4 Mrd. Euro. Damit musste die Grüne Branche einen leichten Rückgang von 2,2% im Vergleich zu 2009 hinnehmen. Hauptursache für das Minus war eine lange Winterperiode mit Frost, Eis und Schnee. Die widrigen Wetterbedingungen hielten viele Menschen davon ab, zum Blumenkauf ein Blumenfachgeschäft aufzusuchen. Man kaufte, wenn überhaupt in Geschäften, die man ohnehin ansteuern musste, etwa den Lebensmitteleinzelhandel.
Diese Erfahrung bestärkt die langjährige Annahme, dass sich ein struktureller Rückgang des Fachhandels negativ auf die Gesamtnachfrage von Blumen und Pflanzen auswirkt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein starker, flächendeckender Fachhandel die Ursache für den Hohen Blumen- und Zierpflanzenverbrauch in Deutschland ist.
Im Jahr 2011 sprechen die Experten wieder von einem "normalen" Ausgabeniveau, der etwa einen halben bis einen Prozentpunkt über dem Marktvolumen von 2009 liegt. Man geht davon aus, dass Spitzenwerte im Verbrauch aus dem Jahr 2008 in Höhe von 109,00 Euro pro Kopf in nächster Zukunft nicht mehr erreicht werden.
Topf statt Schnitt
Innerhalb der nachgefragten Sortimente kommt es seit Jahren zu Verschiebungen und zwar zugunsten von blühenden Zimmerpflanzen. Der Anteil an Schnittblumen an den Verbrauchsausgaben fiel vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2009 um fünf Prozentpunkte, der Anteil an Topfpflanzen stieg im gleichen Zeitraum um sieben Prozentpunkte. Der Blumenstrauß wird zunehmend durch (blühende) Topfpflanzen verdrängt, sowohl im Eigenbedarf als auch im Geschenkbereich. Besonders deutlich wurde diese Konkurrenzsituation im Frühjahr 2011. Da hatte der durch das warme, schöne Wetter frühe Start der Beet- und Balkonpflanzensaison zu Rückgängen in der Schnittblumennachfrage geführt.
Stabile Marktstruktur
Die Strukturen im Einzelhandel sind relativ stabil. Der Fachhandel gibt zwar weiterhin langsam Marktanteile an die großen Vertriebsformen ab, aber der Winter 2010, in dem (wegen Eis, Frost und Schnee) überdurchschnittliche Zuwächse im Sortimentshandel verzeichnet wurden, ist als Ausnahme zu betrachten. An den Verbrauchsausgaben hält der Blumenfachhandel bei Topfpflanzen rund 50 und bei Schnittblumen etwa 70%. (Quelle: Blumengrossmarkt Hamburg)

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