Verbundvorhaben: "Urban Retail Logistics"

Im Verbundvorhaben "Urban Retail Logistics" kooperieren Wettbewerber, um bestehende Logistik- und Handelskonzepte zu erneuern und an das veränderte Konsumverhalten und die Bedingungen in urbanen Ballungsräumen anzupassen.

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Im Verbundvorhaben "Urban Retail Logistics" kooperieren Wettbewerber, um bestehende Logistik- und Handelskonzepte zu erneuern und an das veränderte Konsumverhalten und die Bedingungen in urbanen Ballungsräumen anzupassen. 

In ganz Deutschland sowie europa- bzw. weltweit beobachten wir in den Stadtzentren eine Zunahme des Verkehrs mit den bekannten negativen Folgen, wie chronische Verkehrsüberlastung, Verspätungen und Umweltverschmutzung. Die europäische Wirtschaft verliert aufgrund dessen alljährlich fast 100 Mrd. Euro, also rund 1% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der EU. Luftverschmutzung und Lärmemissionen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Verschärft wird diese Tendenz dadurch, dass der Anteil der Menschen, der in urbanisierten Regionen lebt, bis 2020 auf ca. 76% ansteigen wird. 

In diesem Kontext wird der urbanen Versorgung, d. h. der Feindistribution von Gütern, Waren und Dienstleistungen im urbanen Raum, eine bedeutende Rolle zuteil. So ist die Warendistribution der letzten Meile maßgeblich für einen Großteil der CO2-Emmissionen verantwortlich. Zudem führt die rasante Entwicklung der Dienstleistungswirtschaft zu neuem Bedarf an Straßenverkehrsflächen. Ca. 40% aller Fahrzeuge (außer PKW) stehen mit der Erbringung von Dienstleistungen in Zusammenhang (Umzugswagen, Wartungsfahrzeuge, Lieferdienste usw.). 

Projektpartner sind:
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
DOEGO Fruchthandel und Import eG
GS1 Germany GmbH
Landgard Blumen und Pflanzen GmbH
Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG
METRO Group Logistics GmbH
REWE Group

Die wirtschaftliche und zugleich nachhaltige Ausrichtung der Prozesse soll durch das Projekt "Urban Retail Logistics" weiter konkretisiert werden, heißt es bei der DOEGO Fruchthandel und Import eG. Hierbei stehe die kooperative Entwicklung alternativer City Logistik Konzepte zusammen mit den anderen Projektpartnern im Vordergrund. 

Für Landgard besteht neben der erfolgreichen Implementierung der im Verbundvorhaben entwickelten Systeme in die eigenen Distributionssysteme ein großes Interesse an einer Übertragung der Systeme für die internationalen Bündelungsplattformen mit Konfektionierungsund Kommissionierungstätigkeiten im europäischen Ausland. Die damit verbundenen Prozesse der Blumen- und Pflanzenlogistik sind geprägt durch eine Vielzahl an Produzenten mit unterschiedlichen Informationssystemen, deren Einbindung in den eigenen Informationsprozess heute eine große Herausforderung darstellt. Die Innovationen des Projektes bieten für Landgard die Chance, deutliche Verbesserungen in der Informationslogistik zu erreichen, die für eine schnelle und effiziente Bündelung der Waren notwendig sind. (url)

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