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GABOT, 20.07.2012 - 12:16 Uhr
*Gemüse/Obst, Vermischtes
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) haben eine Studie zur Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln veröffentlicht. Die gemeinsame Studie ist als Band 9 in der BBK-Schriftenreihe „Wissenschaftsforum“ erschienen. Untersucht wurden Gefährdungen und Rahmenbedingungen des Ernährungssektors sowie Aspekte des Risiko- und Krisenmanagements.
Der uneingeschränkte Zugang zur Lebensmitteln gilt in modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften wie der Bundesrepublik Deutschland zunächst als selbstverständlich. Warum also die Lebensmittelversorgung als Sektor Kritischer Infrastrukturen untersuchen?
Bisher war Deutschland nicht von längeren oder großräumigen Versorgungsstörungen betroffen. Gelegentliche Einbrüche, die aus kurzzeitigen, regionalen Katastrophen wie der Elbeflut 2002 hervorgingen (Schadenhöhe: 200 Mio. Euro, bis zu 40 Prozent Ernteeinbrüche), ließen sich durch die Versorgung aus dem Hinterland und bundesweite Hilfeleistung schnell bewältigen.
Das schafft Vertrauen, sollte aber nicht zu einem unreflektierten Sicherheitsgefühl verleiten. Einbrüche in der Versorgung mit Lebensmitteln könnten massive Folgen für die Gesellschaft haben.
Das BBK und die BLE haben daher in ihrer Studie hauptsächlich Naturgefahren sowie biogene und technische Gefahren mit ihrer Wirkung auf den Ernährungssektor untersucht. Nach Ergebnissen der Studie können diese Gefahren je nach Schadensausmaß erhebliche wirtschaftliche Schäden, aber auch Versorgungsstörungen verursachen. Die Studie unterbreitet ebenso Vorschläge, wie mit Versorgungsstörungen umgegangen werden kann.
Im Weiteren wurden die Abhängigkeit des Ernährungssektors von der Energie- und Wasserversorgung, Informationstechnik, Telekommunikation sowie dem Transport und Verkehr analysiert. Im Ergebnis bleibt festzuhalten: Die komplexen Produktions- und Logistikverfahren bei Lebensmitteln erfordern funktionsfähige Infrastrukturen. Stärke und Verletzlichkeit hochtechnisierter Gesellschaften liegen dicht zusammen. Das gilt auch für die Lebensmittelversorgung.
Die Studie richtet sich an Behörden, Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit Fragen des Schutzes Kritischer Infrastrukturen im Sektor Ernährung befassen. Sie kann als pdf-Datei heruntergeladen werden unter www.bbk.bund.de.
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*Gemüse/Obst, Vermischtes
Untersuchung: Versorgungssicherheit im Krisenfall
Der uneingeschränkte Zugang zur Lebensmitteln gilt in modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften wie der Bundesrepublik Deutschland zunächst als selbstverständlich. Warum also die Lebensmittelversorgung als Sektor Kritischer Infrastrukturen untersuchen?
Bisher war Deutschland nicht von längeren oder großräumigen Versorgungsstörungen betroffen. Gelegentliche Einbrüche, die aus kurzzeitigen, regionalen Katastrophen wie der Elbeflut 2002 hervorgingen (Schadenhöhe: 200 Mio. Euro, bis zu 40 Prozent Ernteeinbrüche), ließen sich durch die Versorgung aus dem Hinterland und bundesweite Hilfeleistung schnell bewältigen.
Das schafft Vertrauen, sollte aber nicht zu einem unreflektierten Sicherheitsgefühl verleiten. Einbrüche in der Versorgung mit Lebensmitteln könnten massive Folgen für die Gesellschaft haben.
Das BBK und die BLE haben daher in ihrer Studie hauptsächlich Naturgefahren sowie biogene und technische Gefahren mit ihrer Wirkung auf den Ernährungssektor untersucht. Nach Ergebnissen der Studie können diese Gefahren je nach Schadensausmaß erhebliche wirtschaftliche Schäden, aber auch Versorgungsstörungen verursachen. Die Studie unterbreitet ebenso Vorschläge, wie mit Versorgungsstörungen umgegangen werden kann.
Im Weiteren wurden die Abhängigkeit des Ernährungssektors von der Energie- und Wasserversorgung, Informationstechnik, Telekommunikation sowie dem Transport und Verkehr analysiert. Im Ergebnis bleibt festzuhalten: Die komplexen Produktions- und Logistikverfahren bei Lebensmitteln erfordern funktionsfähige Infrastrukturen. Stärke und Verletzlichkeit hochtechnisierter Gesellschaften liegen dicht zusammen. Das gilt auch für die Lebensmittelversorgung.
Die Studie richtet sich an Behörden, Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, die sich mit Fragen des Schutzes Kritischer Infrastrukturen im Sektor Ernährung befassen. Sie kann als pdf-Datei heruntergeladen werden unter www.bbk.bund.de.
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