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GABOT, 19.05.2012 - 06:43 Uhr
*Gemüse/Obst, Handel & Vermarktung

NRW: Start in die Erdbeer-Saison 2012

Naschen erlaubt. Foto Günter Kortmann.

In Nordrhein-Westfalen hat die Erdbeersaison begonnen. Wie Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Frizen jetzt bei der Saisoneröffnung auf dem Erdbeerhof Mertin in Dortmund erklärte, hätten die Änbauer mit neuen Anbaumethoden, wie Tunneln, Früh- und Spätsorten neben höheren Erträgen auch eine bessere Qualität für die Verbraucher geschaffen. Zurzeit werden vor allem Erdbeeren aus Folientunneln geerntet. Die Experten der Landwirtschaftskammer gehen davon aus, dass am kommenden Wochenende auch die Erdbeerernte im Freiland beginnen kann. 

Nach wie vor sind Erdbeeren bei den Verbrauchern sehr beliebt. Jeder Bundesbürger verzehrt etwa 3 kg frische Erdbeeren im Jahr. Im Vergleich zu anderen Weichobstarten ist dies ein sehr hoher Pro-Kopf-Verbrauch. So liegt der Verzehr bei Kirschen etwa bei der Hälfte. In Deutschland werden jährlich 250.000 Tonnen Erdbeeren verzehrt. Mit etwa 130.000 Tonnen wird mehr als die Hälfte dieser Menge in Deutschland angebaut. 

Knapp 13.500 Hektar Anbaufläche für Erdbeeren gibt es in Deutschland, davon mehr als 2.500 Hektar in NRW. Über 500 Betriebe in NRW ernten im Jahr mehr als 25.000 Tonnen Erdbeeren. Damit ist NRW zusammen mit Niedersachsen und Baden-Württemberg die Hauptanbauregion in Deutschland. Die Kundennähe am Rande der Rhein- und Ruhrgroßstädte sowie beste Anbauvoraussetzungen an diesen Standorten sichern eine Anbaufläche für Erdbeeren im Rheinland von 1.400 Hektar und in Westfalen von 1.100 Hektar. Anbauschwerpunkte liegen am Niederrhein und südlich von Köln sowie am nördlichen Rand des Ruhrgebietes, im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe. 

Tagesfrische Früchte werden von den Betrieben bei kurzen Wegen vom Feld zum Kunden angeboten. Vor allem in Westfalen-Lippe stand bisher selbstgepflückte Ware vielfach im Vordergrund. Bei Preisen von 1,60 bis 2 Euro je kg eine günstige Quelle während der Hauptsaison für den Mengeneinkauf von Erdbeeren dar. Seit einigen Jahren wird von den Kunden vermehrt gepflückte Ware verlangt. Die Preise liegen dabei bis zum Doppelten über den Preisen der selbst gepflückten Ware. 


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