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GABOT, 08.03.2016 - 16:06 Uhr
*Zierpflanzenbau, *Gemüse/Obst, Forschung & Wissenschaft

Weltraumforschung: Pflanzen sind Schlüssel zum Überleben im All

Ansonsten eher unwirtlich: Der Arbeitsplatz des Astronautenteams um Scott Kelly (l.) auf der ISS schwebt in lebensfeindlicher Umgebung knapp 322.000 Kilometer von der Erde entfernt. Foto: NASA.

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Sie ist orange und eine echte Sensation: Eine einzelne Zinnienblüte könnte der Durchbruch sein, denn sie leuchtet auf der Weltraumstation ISS. Erstmals ist es der NASA jetzt gelungen, eine Blume im Weltall heranzuziehen.

Schon seit Apollo 13, als Sauerstoffmangel in der Raumkapsel die gesamte Mission gefährdete, stehen Pflanzen im Fokus der amerikanischen Raumfahrtbehörde. Sie sind schließlich die Lebewesen, die Sauerstoff produzieren können. Ein groß angelegtes Forschungsprogramm brachte weitere erstaunliche Fähigkeiten ans Licht.

Grüne Lungen für die Raumstation
Was die NASA anstrebt, gilt als echter „eco support“: Mit Hilfe der grünen Pflanzenlungen sollen Weltraumreisende eigenständig mit gesunder Luft versorgt werden. Schon 1989 veröffentlichte sie die Ergebnisse ihrer Forschungen in der „NASA Clean Air Studie“, in der zudem die luftreinigende Wirkung von Zimmerpflanzen u.a. in Bezug auf Nikotin und Formaldehyd, Benzole und Trichloräthylen nachgewiesen wurde. „Diese Erkenntnis war nicht nur für die Raumfahrt, sondern auch für die Begrünung von Wohnräumen und Arbeitsplätzen auf der Erde von entscheidender Bedeutung“, erlärt Lutz-Peter Kremkau, Sprecher des bundesweiten Verbunds „die Raumbegrüner“.

Salatbüffet auf der ISS
Mit der biologischen Filterung und Reinigung der Raumluft gibt sich die Raumfahrt allerdings nicht mehr zufrieden. Die NASA will Voraussetzungen schaffen, um künftige Weltraum-Pioniere zudem mit frischer Nahrung verpflegen zu können – ein maßgebliches Kriterium für den Erfolg der geplanten Marsmission. Die größte Hürde: Ohne Sonnenlicht und Schwerkraft fehlt den Pflanzen die Energie und die Orientierung für ihr Wachstum.

Doch in diesem Winter gelang es: Die Astronauten auf der ISS haben als erstes Weltraumgemüse einen roten Römersalat verspeist, nachdem das Kennedy Space Center in Florida die Proben analysiert und für gut befunden hatte. In einer „Veggie-Unit“, einem Mini-Gewächshaus für den Weltraum, haben die Kosmonauten die Pflanzen mit Hilfe von rotem, blauen und grünen LED-Licht, das die Energie für das Pflanzenwachstum liefert, heranziehen können.

Gewachsen ist der Salat auf Nährstoffkissen, die den Pflanzenwurzeln ganz ähnliche Bedingungen bieten wie die bekannte Hydrokultur. Die Idee, Pflanzen in Hydrosystemen heranzuziehen, wird in der Raumbegrünung seit langem erfolgreich umgesetzt. Denn neben der Pflegeleichtigkeit erlaubt die Hydrokultur den Einsatz von Grün in immer neuen Gestaltungsvarianten. 


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