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GABOT, 20.06.2013 - 07:01 Uhr
*Baumschule, *Gartenmarkt, *Gemüse/Obst, *Zierpflanzenbau, Zulieferer

Lawn & Green: Neue organisch-mineralische Düngemittelreihe

Blattläuse haben es schwer, gegen den Abwehrverbund von Mykorrhiza und Pflanzenwurzel ihr Unwesen fortzusetzen.

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Katzenelnbogen - In Fachkreisen ist "Bionta" vielen bereits als Kartoffelsorte ein Begriff. Unter gleichem Namen ist jetzt neu eine organisch-mineralische Düngemittelreihe der Lawn & Green Culture International GmbH am Markt erhältlich. Der Bio-Düngemittelspezialist mit Sitz in Katzenelnbogen stellt Dünger auf Malzkeimbasis her, der die Pflanzenaufzucht und -erhaltung revolutionieren soll.

Malzkeime haben es laut Hersteller in sich: Sie enthalten sämtliche Nährstoffe, die eine Pflanze zum Gedeihen braucht. "Unser Bio-Dünger auf Malzkeimbasis gibt den richtigen Anschub und lässt Spaß beim Gärtnern aufkommen", betont Lawn & Green-Geschäftsführer Hagen Joachim Holtz. "Ob Sämlinge, Jungpflanzen, ausgewachsene Bäume oder Rasen, in unserem Bio-Düngerrepertoire befindet sich immer das Passende."

Das kann auch Lars Gather aus eigener Erfahrung bestätigen. Der Inhaber der Firma "...natürlich pflanzlich!" ist beratend im elterlichen Betrieb "Gather Gartenbau" in Tönisvorst tätig und betreut dort unter anderem die Biotopfkräuterproduktion (Aussaat- und stecklingsvermehrte Kräuter). Seit Oktober laufen Tests mit Malzkeimdüngern, die mit Mykorrhiza versetzt sind. "Die Keimzeit bei Verwendung besonders der Mykorrhiza-Variante 'Symbionta Organic Royal Universal' hat sich deutlich verkürzt, der Dünger zieht ein vorher so noch nie da gewesenes, kräftiges Wurzelbild nach sich", erläutert Lars Gather.

Die Pflanzen nehmen den Dünger schnell auf und haben einen stabilen, kompakten Aufbau. Er ist extrem geruchsarm, dadurch hat er sich als angenehm in der Verarbeitung herausgestellt. Hinzu kommt, dass er Trauermücken fernhält, die ansonsten dem Biobetrieb sehr zu schaffen machen. Ganz gleich, ob auf Matten-, Tropf- oder Ebbe-Flut-Bewässerung kultiviert wird, die positiven Effekte seien durchweg gleich, so Gather.

Der natürliche, vornehmlich aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehende Lawn & Green-Dünger ist extrem sparsam im Verbrauch. Dadurch rechnet es sich auch für Landwirte, die Malzkörner einsetzen, um ihren Neueinsaaten einen besonderen Anschub zu verleihen. "Basierend auf einem gesunden Mix von Naturmineralien, Bodenbakterien anregenden Stoffen sowie einem möglichst naturkonformem Dünger kommt die Erde in ein stabiles Gleichgewicht", weiß Geschäftsführer Hagen Joachim Holtz aus diversen Testreihen bei Landwirtschafts-, Gartenbau- und Forstbetrieben zu berichten. "Alle Bodenbakterien arbeiten dabei harmonisch miteinander, davon profitiert automatisch auch die Pflanze."

Bei Sport- und Golfrasen beispielsweise erhöht der Malzkeim-Dünger die Scherfestigkeit, Wildkräuterbefall geht auffällig zurück, und selbst der Wasserverbrauch lässt sich - so die Testergebnisse - um mindestens 30 % gegenüber herkömmlichen Methoden reduzieren. Der Dünger, der in drei Varianten außerdem über eine Zulassung vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) verfügt, ist für die Sportler vollkommen unbedenklich.

Pflanzen sind in der Lage, Blattläuse abzuwehren. Dies geschieht durch ein Untergrundnetzwerk von Pilzen, die Mykorrhiza genannt werden, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Oberirdische Kommunikation zwischen Pflanzen ist bereits bekannt, indem Austausch von chemischen Botenstoffen stattfindet, welche eine geschädigte Pflanze ihrer Nachbarin zusendet. In den sog. "ökologischen Briefen" (ecologic letters) wurde als Novum veröffentlicht, dass derlei Pilze die Pflanzen beim Kommunizieren unterstützen. Forscher der Universität Aberdeen vom James Hutton Institute and Rothamsted Research in UK haben sich zwecks Nachweis dazu etwas ausgedacht, indem sie zunächst das Netzwerk von Mykorrhiza, das aus feinen Fäden besteht, bei bestimmten Pflanzen zu isolieren vermochten. Blattläuse, die sich ja bekanntermaßen als pflanzenschädigende Insekten von den Pflanzen zu ernähren pflegen, wurden desweiteren bei dem Versuch eingesetzt. Pflanzen sind bekanntermaßen prinzipiell in der Lage, sich mit Hilfe selbstproduzierter Abwehrstoffe vor solch schädigenden Angriffen zu wehren. Die von ihnen erzeugten Chemikalien vergällen der Blattlaus die Lust, sich zu nähern, und wenn doch der Fall, so fühlen sich Wespen dadurch spätestens angelockt, daraufhin den Blattläusen als deren natürliche Feinde den Garaus zu machen.

Ein paar Felder von jeweils fünf Bohnenpflanzen wurden von den Wissenschaftlern als Versuchsanordnung zum Anwachsen gebracht. Dreien aus jeder Gruppe wurde es erlaubt, gemeinsam unterirdisch Mykorrhiza-Geflechte zu entwickeln, während die jeweils beiden restlichen Bohnen daran gehindert wurden. Kommunikation durch die Luft wurde mit Säcken, die den Pflanzen übergestülpt wurden, unterbunden.

Dann wurden einzelnen Pflanzen Blattläuse beigesellt. Die mit Mykorrhiza miteinander verbundenen Pflanzen gaben daraufhin den noch nicht befallenen ein Warnsignal. Diese begannen sofort Stoffe zu bilden, welche die Blattläuse nicht mögen, und konnten sich somit auf deren Angriff frühzeitig vorbereiten.

Diejenigen Pflanzen hingegen, die nicht über ein solches Mykorrhiza-Netzwerk verfügten, bekamen offensichtlich keine Warnung erteilt und konnten deshalb nicht reagieren. "Mykorrhiza-Pilze nehmen sich etwas von der Pflanze (Produkte der Photosynthese) und leisten dafür umgekehrt etwas für sie" erklärte John Pickett vom Rothamsted Research." "Wir gingen früher davon aus, dass die Mykorrhiza lediglich der Pflanze Nährstoffe aus dem Boden bereithielte. Nun stellt sich eine weitere Fähigkeit heraus, die sie der Pflanze gegenüber einnimmt, indem sie als Signalgeber fungiert", so sinngemäß wörtlich Picket zu BBC News. Prof. Pickett war sehr über diesen kraftvollen Informationsaustausch von Pflanzen verblüfft, heißt es weiter: "Einfach ein phantastisches Signalsystem!"

Kulturpflanzen könnten aufgrund dieser Erkenntnis künftig auf natürliche Weise vor Blattlausbefall beschützt werden, indem eine "Opferpflanze" dafür ausgesucht würde, die besonders anfällig für Blattlausbefall wäre, sodass bei einer Bedrohung das Netzwerk rechtzeitig eine Vorausbotschaft den noch nicht befallenen Pflanzen übermitteln kann. "Ab sofort haben wir eine Chance, auf wirklich robuste Weise eine Verteidigung, wenn nötig, einzuschalten, um somit der Pflanze zu ersparen, es nicht dauernd allein auf sich selbst gestellt. tun zu müssen. So können die Blattläuse bereits in einem Frühstadium bei ihrem Angriff geschwächt werden", fügte Professor Picket hinzu.


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