|
GABOT, 07.07.2012 - 05:45 Uhr
*Baumschule, *GaLaBau, *Gartenmarkt, *Gemüse/Obst, *Zierpflanzenbau, Vermischtes
Das Burn-out Syndrom am Arbeitsplatz kostet Wirtschaft und Krankenkassen jährlich mehr als 50 Mrd. Euro: Das ist das Ergebnis einer Studie der Münchener Personal- und Unternehmensberatung Claus Goworr Consulting. In den vergangenen Jahren hat sich das Problem verschärft. So zeigt eine Erhebung des wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), dass sich allein zwischen 2004 und 2010 die Zahl der Burnout bedingten Arbeitsunfähigkeitstage in deutschen Unternehmen von 8,1 auf 72,3 pro 1.000 Versicherte vervielfacht hat.
Burn-out ist ein Erschöpfungsprozess
Doch was ist Burn-out eigentlich? Es handelt sich dabei um einen chronischen Erschöpfungsprozess durch Dauerstress. ?Dieser kann schließlich zu Krankheiten führen, wie Depressionen, Angststörungen, Herzinfarkten oder auch chronischen Schmerzsyndromen?, erklärt Karsten von Rabenau (46), Bereichsleiter des Gesundheitsmanagements aktiv.net.
Beratung Seminare Workshops
Nach einer aktuellen Umfrage von Claus Goworr Consulting hat mittlerweile die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland (64%) Burn-out als Problem erkannt. Allerdings bietet erst ein geringer Teil von ihnen (38%) geeignete Programme an. Im Seminar ?Burnout und Suchterkrankungen? beispielsweise, das von Dr. Jörg Busam, Leitender Betriebsarzt bei aktiv.net, durchgeführt wird, lernen Führungskräfte, die Anzeichen von Überforderung und Suchterkrankungen ihrer Mitarbeiter zu erkennen, einzulenken und sie zu unterstützen. "Von den ersten Symptomen, wie Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Magenproblemen oder Kopfweh, über permanente Unzufriedenheit, Aggressivität und Reizbarkeit bis hin zum Burn-out vergehen mitunter drei bis vier Jahre", so von Rabenau. "Während dieser Zeit können Führungskräfte eingreifen und versuchen, den Betroffenen aus der Erschöpfungsspirale herauszuhelfen. Etwa, indem sie mit ihm das Gespräch suchen und ihn aufmerksam machen auf Verhaltensauffälligkeiten und persönlicher Veränderung."
Partnerschaftliche Unternehmenskultur schaffen
Doch Beratungsstellen und Schulungen allein reichen nicht aus. "Es muss zudem eine partnerschaftliche Unternehmenskultur vorherrschen, die - wie Sport, Bewegung und gesunde Ernährung - stressreduzierend wirken und vor Burn-out schützen kann", betont von Rabenau. Dazu gehöre eine gesunde Organisationsform, die den Mitarbeitern Entscheidungsspielräume lasse, außerdem die Unterstützung seitens der Vorgesetzten, ein Klima der Fairness sowie die Anerkennung und Wertschätzung für die eigene Leistung durch Führungskräfte, Kollegen und Kunden. Von Rabenau: "Je höher die Identifikation und je ausgeprägter die partnerschaftliche Führung, desto geringer der Krankenstand." aktiv.net hat dafür unter anderem den Workshop "Gesundheitsförderung in der Abteilung" entwickelt, in dem effiziente Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen und Arbeitsbedingungen in der Abteilung aufgezeigt werden. Dies geschieht zusammen mit den Mitarbeitern und Führungskräften gleichermaßen. Von Rabenau weiß: "Nicht die Menge der Arbeit ist entscheidend, sondern, wie gearbeitet wird."
Selbst Teams und ganze Abteilungen können "ausbrennen"
Auch sei laut von Rabenau zu beachten, dass jeder Mensch anders sei. Das Risiko, an Burn-out zu erkranken, hänge neben Faktoren, wie Beruf, Partnerschaft, allgemeiner körperlicher Verfassung und Hobbies auch von der ganz persönlichen Disposition ab. In der Regel treffe es Menschen, die besonders ehrgeizig sind, einen Hang zu Perfektion und Kontrolle haben sowie vielfach von Versagensängsten und übersteigerten Pflichtgefühlen angetrieben werden. Es gebe sogar ganze Teams und Abteilungen, die sich so charakterisieren ließen und damit Gefahr liefen "auszubrennen". (Quelle: OTTO)
Diesen Artikel bookmarken:
*Baumschule, *GaLaBau, *Gartenmarkt, *Gemüse/Obst, *Zierpflanzenbau, Vermischtes
Burn-out: Zahl der Betroffenen deutlich gestiegen
Burn-out ist ein Erschöpfungsprozess
Doch was ist Burn-out eigentlich? Es handelt sich dabei um einen chronischen Erschöpfungsprozess durch Dauerstress. ?Dieser kann schließlich zu Krankheiten führen, wie Depressionen, Angststörungen, Herzinfarkten oder auch chronischen Schmerzsyndromen?, erklärt Karsten von Rabenau (46), Bereichsleiter des Gesundheitsmanagements aktiv.net.
Beratung Seminare Workshops
Nach einer aktuellen Umfrage von Claus Goworr Consulting hat mittlerweile die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland (64%) Burn-out als Problem erkannt. Allerdings bietet erst ein geringer Teil von ihnen (38%) geeignete Programme an. Im Seminar ?Burnout und Suchterkrankungen? beispielsweise, das von Dr. Jörg Busam, Leitender Betriebsarzt bei aktiv.net, durchgeführt wird, lernen Führungskräfte, die Anzeichen von Überforderung und Suchterkrankungen ihrer Mitarbeiter zu erkennen, einzulenken und sie zu unterstützen. "Von den ersten Symptomen, wie Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Magenproblemen oder Kopfweh, über permanente Unzufriedenheit, Aggressivität und Reizbarkeit bis hin zum Burn-out vergehen mitunter drei bis vier Jahre", so von Rabenau. "Während dieser Zeit können Führungskräfte eingreifen und versuchen, den Betroffenen aus der Erschöpfungsspirale herauszuhelfen. Etwa, indem sie mit ihm das Gespräch suchen und ihn aufmerksam machen auf Verhaltensauffälligkeiten und persönlicher Veränderung."
Partnerschaftliche Unternehmenskultur schaffen
Doch Beratungsstellen und Schulungen allein reichen nicht aus. "Es muss zudem eine partnerschaftliche Unternehmenskultur vorherrschen, die - wie Sport, Bewegung und gesunde Ernährung - stressreduzierend wirken und vor Burn-out schützen kann", betont von Rabenau. Dazu gehöre eine gesunde Organisationsform, die den Mitarbeitern Entscheidungsspielräume lasse, außerdem die Unterstützung seitens der Vorgesetzten, ein Klima der Fairness sowie die Anerkennung und Wertschätzung für die eigene Leistung durch Führungskräfte, Kollegen und Kunden. Von Rabenau: "Je höher die Identifikation und je ausgeprägter die partnerschaftliche Führung, desto geringer der Krankenstand." aktiv.net hat dafür unter anderem den Workshop "Gesundheitsförderung in der Abteilung" entwickelt, in dem effiziente Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen und Arbeitsbedingungen in der Abteilung aufgezeigt werden. Dies geschieht zusammen mit den Mitarbeitern und Führungskräften gleichermaßen. Von Rabenau weiß: "Nicht die Menge der Arbeit ist entscheidend, sondern, wie gearbeitet wird."
Selbst Teams und ganze Abteilungen können "ausbrennen"
Auch sei laut von Rabenau zu beachten, dass jeder Mensch anders sei. Das Risiko, an Burn-out zu erkranken, hänge neben Faktoren, wie Beruf, Partnerschaft, allgemeiner körperlicher Verfassung und Hobbies auch von der ganz persönlichen Disposition ab. In der Regel treffe es Menschen, die besonders ehrgeizig sind, einen Hang zu Perfektion und Kontrolle haben sowie vielfach von Versagensängsten und übersteigerten Pflichtgefühlen angetrieben werden. Es gebe sogar ganze Teams und Abteilungen, die sich so charakterisieren ließen und damit Gefahr liefen "auszubrennen". (Quelle: OTTO)
Diesen Artikel bookmarken:
|
26.05.2013 - Schnecken:Drei Arten gehören zu Hauptschädlingen
25.05.2013 - ifo: Geschäftsklimaindex gestiegen
25.05.2013 - Herongen: Landtagsabgeordnete Voßeler besucht Landgard
25.05.2013 - Substral: Gutes Wachstum hat einen guten Grund
25.05.2013 - Lärmschutz: Die "Grüne Hecke" trägt sich selbst
25.05.2013 - aid: Neue Poster zum Saisonkalender Obst und Gemüse
25.05.2013 - Einzelhandel: Multichannel als Chance
25.05.2013 - Betriebsprämie: 48.000 Anträge eingegangen
25.05.2013 - Studie: Deutsche möchten mehr Zeit im Wald verbringen
24.05.2013 - Gerard Van Ruijven Rozen BV: Insolvenzverfahren
24.05.2013 - EDEKA Minden-Hannover: Umsätze gesteigert
24.05.2013 - FloraHolland: Folgt den Entwicklungen der Branche
24.05.2013 - LKW-Maut: Lewentz will Ausdehnung auf Bundesstraßen
24.05.2013 - Migros: Die stärkste Marke der Schweiz
24.05.2013 - DBV: Änderungen des Patentrechts dringend geboten
24.05.2013 - Aigner: "Erhalt der Artenvielfalt ist überlebenswichtig"
