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GABOT, 08.02.2010 - 05:57 Uhr
Gemüsebau

Bayern: 2009 gab es bei Kartoffeln hohe Erträge

Hohe Bruttoerträge, niedrige Preise und eine geringe Lagerfähigkeit kennzeichneten den Kartoffelmarkt seit der Ernte 2009. Die vermarktungsfähigen Mengen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dennoch glichen die hohen Erträge einen Teil des niedrigen Erzeugerpreises - mit ca. 8,00 €/dt in Bayern unterdurchschnittlich - aus: „Deutlich mehr Geld wird derzeit für druckstellenfreie Ware angelegt, die allerdings kaum verfügbar ist“, erklärt Willi Zellner von der BBV-Marktberichtstelle. Sehr gute Erträge und Stärkegehalte vermeldeten heuer auch die Stärkekartoffelanbauer.

Aufgrund der Beschaffenheit der Knollen ist mit einem frühen Kampagnenende im Speisebereich zu rechnen. Die europäische Kartoffelernte hat 2009 mit 61,7 Mio. Tonnen den niedrigsten Stand in der EU erreicht, mit Ausnahme des Dürrejahres 2006. Deutschland nimmt mit 11,6 Mio. Tonnen im europäischen Vergleich die Spitzenposition ein. Die Ernte (Bruttomenge) fiel hier etwas größer aus als im Vorjahr. Hinter Deutschland folgen in der Erntestatistik Polen, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien. Die bayerische Kartoffelernte erreichte mit 1,93 Mio. Tonnen nahezu exakt das Vorjahresergebnis. Der Trend geht immer mehr zu Verarbeitungs- bzw. Industriesorten, weil der Verbrauch an Frischkartoffeln seit Jahren kontinuierlich zurückgeht. Deren Anteil liegt mittlerweile bei über 60% liegt.

Gegen den Trend schwimmen und im nächsten Jahr auf den Kartoffelanbau zu setzen, könnte sich dennoch lohnen. Zumindest war es regelmäßig in den letzten 15 Jahren der Fall, dass nach Jahren mit niedrigen Erzeugerpreisen in der Regel reduzierter Anbau und höhere Preise folgten. Künftig sollte man in Bayern mehr auf Qualitätsproduktion und Marken achten, wozu erste Schritte von der Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften bereits unternommen wurden. „Dazu ist allerdings auch die Mitwirkung und Unterstützung des Erfassungshandels erforderlich“. (BBV)


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